Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Max-Ophüls-Stadt

Max-Ophüls-Stadt, das blaue Saarbrücken

Max-Ophüls-Preis nennt sich ein Filmfestival, das jährlich im Januar in Saarbrücken stattfindet. Am Wettbewerb nehmen Nachwuchsfilmschaffende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.
Das Festival wurde 1980 von Albrecht Stuby ins Leben gerufen. Es fand damals im Saarbrücker Programmkino Camera an der Berliner Promenade statt.
Rund 700 Zuschauer besuchten damals die erste Veranstaltung. Ich war einer davon und war total begeistert.
Der Eintrittspreis für die Filme betrug 50 Pfennige, die Stimmung war genial, in dem kleinen Foyer des Kinos standen runde Stehtische, an denen man den Diskussionen der Regisseure und Schauspieler sowie sonstigen beteiligten zuhören konnte.
Ich wohnte damals noch in Saarlouis und fuhr voller Freude jeden Morgen zur Camera in die Max-Ophüls-Stadt.
Einmal saß ich zwischen dem damaligen Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine und dem Schauspieler Uwe Ochsenknecht in der zweiten Reihe des Kinos…..

Über die gesamten 80er Jahre schaffte ich es irgendwie, diese eine Woche im Januar beurlaubt zu werden, um das Festival nicht zu verpassen.
Die Veranstaltung wuchs mit jedem Jahr, die intime Stimmung ging mehr und mehr verloren und die Eintrittspreise stiegen.

Im Jahr 1994 sollte im Filmhaus Im Rahmen des Festivals der Film „Beruf Neonazi“ gezeigt werden. Ein Dokumentarfilm, der sich eher kritisch mit Neonazis auseinandersetzt und nicht am Wettbewerb teilnahm.

Marcel Ophüls, der in Paris lebende Sohn von Max Ophüls, drohte in einem erpresserischen Brief, dem Festival den Namen seines Vaters zu entziehen, sollte dieser Film tatsächlich gezeigt werden.

Die versagerische Festivalleitung ließ sich erpressen und zeigte den Film nicht.

Eine Riesenenttäuschung für mich – seitdem ist das Festival für mich tabu.





Saarbrücken im Winter

Ein Spaziergang am Nachmittag in Saarbrücken im Winter

Natürlich macht auch eine Fototour in Saarbrücken im Winter Freude.
Ich bin an diesem späten Nachmittag recht ziellos durch die Stadt gewandert.

So habe ich einige architektonische Besonderheiten fotografisch festgehalten und am späten Nachmittag die Lichtstimmung durch den Verkehr auf der Westspange eingefangen.

Klicken Sie auf die Fotos, um sie in voller Größe zu genießen.


Schneefall in Saarbrücken

Selten fiel Schnee in Saarbrücken in den vergangenen Jahren…
Einmal war es an einem Sonntag im Dezember 2016 soweit. Ich schnappte mir sofort meine Ausrüstung, zog durch die Stadt und nahm Fotos auf, während es weiterschneite.
Schon oft vorher wurde ich von Kunden angerufen, ob ich Bilder zum Beispiel von der Ludwigskirche im Schnee hätte. Fragen, die ich leider immer verneinen musste.
Das hat sich dann mit diesem Sonntag im Dezember geändert.

Burbacher Waldweiher

Der Burbacher Waldweiher am 1. Januar 2017

Vor zwei Jahren am 1. Januar war es ein tolles Erlebnis, den Burbacher Waldweiher zu umrunden.
Tiefer Frost hatte alles im Griff……

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Glück für das neue Jahr 2019!

Cần Thơ

Der schwimmende Markt in Cần Thơ auf dem Mekong

Cần Thơ ist die größte Stadt des Mekongdeltas und die viertgrößte Stadt Vietnams.
Kurz nach Sonnenaufgang kann man in Cần Thơ das geschäftige Treiben des schwimmenden Marktes auf dem „Unteren Mekong“, dem größten Mündungsarm des Mekong, erleben. Von Booten in allen Größen verkaufen die Einwohner der Region unzählige Waren. Es sind allerdings keine Touristen-, sondern Großhandelsmärkte. Dort werden Obst und Gemüse aus dem Mekongdelta verkauft.

Eine Schiffsfahrt im Mekongdelta

Eine Schiffsfahrt im Mekondelta, Vietnam

Der Mekong

Der Mekong ist ein Strom in Südostasien, der sechs Länder durchquert. Seine Länge wird mit 4350 km bis 4909 km angegeben. Damit ist er einer der zwölf längsten Flüsse der Erde.
Das gesamte Einzugsgebiet des Mekong umfasst etwa 800.000 km², damit ist er als „Lebensader“ des kontinentalen Südostasien zu charakterisieren.
Da der Strom gewaltige und auch stark variierende Wassermassen führt, liegt in manchen vom Mekong durchflossenen Landschaften in der Zeit des Monsuns, also in den Sommermonaten – am Unterlauf mit mehreren Wochen Verzögerung –, der Wasserstand um 10 bis 15 Meter über dem Niedrigwasserstand des Winters.

Mekongdelta

Schwimmendes Dorf im Mekongdelta

Das Mekongdelta

Von Kambodscha fließt der Mekong, nun schon in einer in Kilometern zu bemessenden Breite, über die Grenze in den Süden Vietnams. Südlich von Hồ-Chí-Minh-Stadt (früher Saigon) verbreitern sich die Zwillingsflüsse zum über 70.000 km² ausgedehnten Mekong-Delta und strömen in das Südchinesische Meer.

Im Mekongdelta herrscht niedrige, jedoch üppige und grüne Vegetation vor.

Durch den fruchtbaren Schwemmlandboden ist intensive Landwirtschaft in dem dicht bevölkerten Gebiet möglich, die jährlich eine Produktion von 16 Mio. Tonnen Reis in drei Ernten sicherstellt. Es wird auch deshalb „die südliche Reiskammer Vietnams“ genannt. Zudem werden Nahrungsmittel wie Fisch, tropische Früchte, Gemüse, Zuckerrohr und Kokosnüsse produziert.

mekongdelta

Schrägseilbrücke

2001 wurde die erste Brücke über den Mekong in Vietnam gebaut, ein technisch schwieriges Unterfangen, da das ganze Mekongdelta keinen festen Untergrund besitzt. Die Pfahlgründungen der Pylone der über 1.000 Meter langen Schrägseilbrücke, deren Finanzierung eine Förderung des Staates Australien erfuhr, wurden durch das Unternehmen Bilfinger Berger gebaut. Bis dahin waren Städte wie Cần Thơ, Mỹ Tho, Long Xuyen und Rach Gia nur über Fähren erreichbar.
Textquelle: Wikipedia

Ich war einen Tag lang per Schiff im Delta unterwegs, besichtigte eine Ziegelsteinfabrik, eine Kokosnussfarm und eine Fertigungsstätte für Süßigkeiten aus Kokosnüssen. Zwischendurch genoss ich ein Mittagessen bei einer vietnamesischen Familie. Ich erfuhr, dass alle Bestandteile der Nüsse verarbeitet werden. Aus den Fasern werden mit Webstühlen Matten hergestellt, auch dass konnte ich besichtigen.

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