post Category: London post Comments (0) postFebruary 17, 2010

langes unterwegssein, chinesisches neujahr, eine neue liebe

Halb 12 Uhr nachts wars, als wir losgefahren sind in Saarbrücken, eine halbe Stunde vor Valentinstag. Wir, das sind: meine langjährigen Freundinnen Kathy und Sandy, und ich natürlich. Sandy hatte die Idee zu diesem spontanen Trip nach London, sie hat 5 Jahre in der Stadt gelebt und gearbeitet und kennt sich bestens aus.
Für die 515 Kilometer bis nach Calais calaiszum Fährhafen brauchten wir 5 Stunden. Die Fähre ging um sieben, also hatten wir noch zweieinhalb Stunden zum Ausruhen… Um 7:45 Ortszeit, man bekommt eine Stunde geschenkt bei der Überfahrt, oder besser gesagt: geliehen, denn man muss sie beim Rück-Übersetzen wieder abliefern, fuhren wir in Dover von der Fähre.
Natürlich gibt es Billigflüge nach London, ganz klar, man braucht sich den ganzen Stressship V mit Autobahn und Fähre ja gar net zu machen…. aber auf der anderen Seite: mit der Fähre übern Kanal, das ist auch ein Erlebnis, oder? Ist ja auch nicht so, dass man mit den Billigfliegern keine Fahrerei hätte, die Flughäfen sind meistens ewig weit vom eigentlichen Ziel entfernt, man muss noch einen Bus oder einen Zug nehmen, um anzukommen. Der hält auch nicht direkt vom Hotel, oder, man braucht also noch ein Taxi, will man nicht mit seinem Trolley in der einen und dem Stadtplan oder dem iPhone in der andern Hand durch ship II unbekannte Städte laufen, betend, dass es nicht zu regnen anfängt. Im Auto lässt man sich vom Navi vor die Tür des Hotels leiten, bringt sein Gepäck unter und sucht das nächste Parkhaus auf, falls das Hotel über kein eigenes verfügen sollte. Ganz abgesehen davon, dass man sein Gepäck nicht nach den Vorschriften von Easyjet rationieren muss.
So spontan, wie wir uns an diesem Wochenende dazu entschlossen hatten, nach London zu fahren, gab es für uns die Option fliegen eh nicht mehr, zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis.
An das Fahren ship III auf der linken Seite gewöhnt man sich schnell, lediglich das Hinein- und Hinausfahrn nach links im Kreisverkehr kommt am Anfang sehr seltsam.
Nach 75 Meilen auf der M20 erreichen wir London. Bis zum Notting Hill zu unserm Hotel müssen wir quer durch die Stadt. Das funktioniert absolut locker, der Verkehr fließt total gesittet dahin, niemand drängelt, es gibt keine Raser, keinen Stress. Ein Riesen-Sympathiepunkt schon mal für diese Stadt.
Um 10:30 Uhr, wir sind seit 12 Stunden on the road, erreichen wir das Hotel in chinese new year Sussex Gardens. Einchecken geht erst um 14 Uhr, wir können aber unser Gepäck im Storing Room lassen. Ein Parkhaus in der Nähe ist schnell gefunden, das Parken kostet 20 Pounds per day.
Die Wartezeit bis zum Einchecken vertreiben wir uns in einem Pub, ein paar pints Stella Artois sorgen dafür, dass wir bestens gelaunt im Hotel ankommen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in den Egg Club zumTanzen wollen chinese dinner oder lieber in Chinatown am chinesischen Neujahrsfest teilnehmen. Wir ziehen Chinatown vor, Clubs haben wir ja auch in Saarbrücken, Chinatown nicht.
Wir spazieren ein wenig durch die Stadt, und ich stelle fest, dass der Linksverkehr zu Fuß mehr Probleme bereitet als beim Autofahren, weil man gewohnheitsmäßig nach links dsc_4726 schaut, wenn man die Straße überqueren will, richtig ist es aber, nach rechts zu schauen. Wo viele Touristen verkehren, hat man freundlicherweise Markierungen mit Pfeilen auf dem Asphalt angebracht, die den Fußgänger darauf hinweisen, in welche Richtung er schauen soll, bevor er die Fahrbahn betritt.
In Chinatown ist die Hölle los, die Straßen sind ganz wundervoll mit Lampions geschmückt und quillen förmlich über vor lauter Menschen. Die Sandy führt uns in ein Restaurant called Haozhan, und bestellt für uns Chilli Soft Shell Crab, Salt and Pepper Squid, Peking Duck, Singapore Noodles und Pak Choi. Dazu trinken wir Yasmin tea und steigen später auf Tempranillo um. Alles schmeckt unglaublich gut, wir erleben einen Geschmacksorgasmus nach dem anderen…
Wir bestellen Wein dazu, wir fühlen uns wohl hier. piccadilly circus Wir bleiben länger, als es dem Manager des Restaurants lieb ist. Er weist uns schließlich höflich daruf hin, dass eine Menge Leute auf einen freien Tisch warten…. jewels bar
Sandy führte uns zum Piccadilly Circus, der ganz in der Nähe liegt. Wir nahmen ein paar Fotos auf und fanden schließlich eine Coctailbar namens Jewels, die ihrem Namen mit unzäligen von der Decke strahlenden Kronleuchtern alle Ehre macht. In den Londoner Pubs und Bars ordert man seine Drinks immer an der Bar, bezahlt sofort undlondon underground nimmt sie dann mit zum Tisch. So stellten wir fest, dass zur Zeit noch Happy Hour war, was unsere Laune entsprechend in die Höhe trieb.
Um welche Zeit wir an diesem Abend im Hotel ankamen, weiß ich nicht mehr. Wir hatten einen tollen ersten Tag in einer tollen Stadt. Ich hab sie jetzt schon ins Herz geschlossen.

Sorry, no comments yet.

Write Your Comment

Comment Guidelines: Basic XHTML is allowed (a href, strong, em, code). All line breaks and paragraphs will be generated automatically.

You should have a name, right? 
Your email address, I promised I won't tell it to anyone. 
If you have a web site or blog, you can type the URL right here. 
This is where you type your comments. 
Remember my information for the next time I visit.