Westweg Etappe 5 | Aexanderschanze nach Auf der Hark

Mein Hotel in Kniebis

Von der Alexanderschanze aus, dem Ziel der 4. Etappe des Westweges, wanderte ich schon am Vortag weiter nach Kniebis, um zu meinem Hotel zu gelangen. Dazu folgte ich den Wegweisern zum Westwegportal, dass 1,8 Kilometer abseits des eigentlichen Wegverlaufes in der Nähe des Skistadions im Dorf Kniebis steht.Alexanderschanze nach Auf der Hark

Untergebracht habe ich mich im Hotel Waldblick in Kniebis. Das Hotel war eine Enttäuschung, für den Preis von 100 Euro hatte ich mehr erwartet als ein winziges Einzelzimmer mit einem winzigen Bad. Im Zimmer gab es noch nicht einmal einen Platz für meinen Koffer, ich musste ihn vor der Balkontür unterbringen – damit hatte sich die Benutzung des Balkons dann erledigt. Als ich ankam, wurde mir mit Stolz der Wellnessbereich ans Herz gelegt, der wirklich schön gestaltet ist. Okay, aber das gibt es auch in anderen Hotels für deutlich weniger Geld.

Das Abendessen im hoteleigenen Restaurant war gut, abgesehen davon, dass die Karaffe mit der Soße erst kam, als ich den Braten schon halb aufgegessen hatte. Richtig wohlfühlen konnte ich mich nicht im Restaurant, die Kellner und Kellnerinnen kamen in kurzen Abständen an meinen Tisch, um zu fragen, was ich noch bestellen möchte – ich fühlte mich belästigt, verzichtete frustriert auf ein zweites Glas Wein und unterschrieb die Rechnung, um der Aufdringlichkeit des Personals zu entgehen.

Die Wanderung, Alexanderschanze nach Auf der Hark

Pforte Kniebis

#Westwegportal in Kniebis

Nach dem Frühstück im Hotel startete ich bei schönstem Wetter zur Etappe 5 des Westweges. Den Wagen stellte ich am Skistadion ab, wegen der Bushaltestelle, an der ich nach der Wanderung wieder ankommen wollte.
Ab der Pforte waren zunächst nochmal 1,8 Kilometer Zuweg zum eigentlichen Westweg zu absolvieren.
Die Etappe hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wegen des tollen Wetters. Der Weg verläuft überwiegend auf bequemen Forstwegen ohne nennenswerten Steigungen und ist nur auf einem Teilstück ab der Lettstädter Höhe bis zur See Ebene beim Glaswaldsee und der Littweger Höhe (bei der Haaghütte) und der Hark auf naturbelassenen Waldpfaden zu erwandern. Durch einsamen Wald mit wenigen Aussichtspunkten erstreckt sich die Wanderstrecke ohne Einkehrmöglichkeit bis zum Harkhof. Ein Schmankerl für jeden, der Glaswaldsee, eines der Blauen Augen im Nordschwarzwald. (Text aus: Schwarzwald-Informationen.de)
Eine der schönsten Talsichten des Westweges hat man von der Vogtmaiers Kanzel aus. Hier habe ich mich lange aufgehalten und viele Fotos geschossen.

Alexanderschanze nach Auf der Hark

#Glaswaldseeblick

Weitere Highlights der Etappe sind der Blick zum Glaswaldsee und der schön gestaltete Platz an der Haaghütte mit Brunnen und dem Freiersberger Tor.
Kommt man aus dem Wald heraus nach Auf der Hark, hat man einen herrlichen Blick über die Weiden des Harkhofes. Etappe 5 endet hier.
Für mich war das Ende der Etappe noch nicht das Ende meiner Wanderung, denn ich musste noch 4,5 Kilometer bis zur Bushaltestelle in Oberharmersbach absteigen. Dort erwischte ich den letzten Bus dieses Tages nach Kniebis zu meinem Wagen. Es war schon nach 20 Uhr, als ich zu meiner Unterkunft in Oberharmersbach kam.

Westweg Etappe 5 Alexanderschanze nach Auf der Hark

Länge: 17 Kilometer
Gehzeit: 5 Stunden
Aufstieg: 322 Meter
Abstieg: 617 Meter
Charakter: Waldeinsamkeit!

Galerie Alexanderschanze nach Auf der Hark

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