Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Autor: Wolfgang Staudt (Seite 1 von 55)

Über den Feldberg

Über den Feldberg

Als ich im Laufe meiner Westwegwanderung über den Feldberg ging, war es so neblig und regnerisch, dass ich von all den Attraktionen und wundervollen Aussichten, die der höchste Berg des Schwarzwaldes zu bieten hat, nichts wahrgenommen habe. Ich war froh, dem Weg folgen zu können, ohne mich im Nebel zu verirren.
Für den auf meine Wanderung folgenden Tag waren bessere Wetterbedingungen vorausgesagt, und ich nahm mir vor, den Feldberg nochmal zu besuchen. Von Mai bis Oktober kann man mit der Feldbergbahn ganz leicht den 1493 Meter hohen Gipfel erreichen. Mit der Hochschwarzwald Card ist die Fahrt sogar umsonst.
Ich bin trotzdem zu Fuß auf- und abgestiegen, eine schöne Wanderung.

Mein Hotel am Feldberg

Während meines Aufenthaltes habe ich im Gasthof Feldbergpass gewohnt und mich dort sehr wohl gefühlt. Es ist ein kleines Haus, in dem ich liebevoll bewirtet wurde. Diese Gastgeber muss man einfach gern haben! Kann ich sehr empfehlen.

Notschrei – Wiedener Eck

Westweg Etappe 11 | Notschrei – Wiedener Eck (Westvariante)

Ich habe die Etappen 11 und 12 ein wenig zerstückelt – ich bin am ersten Tag von Notschrei aus bis zum Wiedener Eck gewandert, am zweiten Tag vom Wiedener Eck über den Belchen bis zum Müllheimer Egerten (also schon in Etappe 13 hinein) und am dritten Tag dann über den Hochblauen nach Kandern.

Mein Hotel am Wiedener Eck

Berghotel Wiedener Eck

Berghotel Wiedener Eck

Das Berghotel Wiedener Eck liegt unschlagbar genial auf der Wiedener Höhe. Es bietet eine tolle Aussicht, wirkt außen wie innen sehr gepflegt, und die Zimmer lassen keine Wünsche offen. Trotzdem habe ich mich dort nicht wohlgefühlt. Der Grund dafür war die fehlende Herzlichkeit des Personals – ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sich die Kellnerinnen, die Kellner und überhaupt alle, mit denen ich im Hotel Kontakt hatte, dort nicht wohlfühlen – das hat sich auf meine Stimmung negativ übertragen.
Sie alle haben ihre Arbeit absolut korrekt und freundlich-höflich verrichtet, aber eben ohne mit dem Herzen dabei zu sein. Herzlichkeit und Empathie haben völlig gefehlt, alles ging mechanisch vor sich, wie eine gut geölte Maschine. Und ich mag es überhaupt nicht, wenn ein Kellner im Restaurant mich fragt, ob ich noch etwas zu trinken bestellen möchte, wenn ich noch ein halb volles Glas vor mit stehen habe. Was soll das? Ein empathischer Kellner merkt es, wenn ein Gast noch einen Wunsch hat, und fragt dann nach, wenn es passt.
Dieses Hotel verschenkt meiner Meinung nach im Servicebereich eine Menge Potenzial.

Die Wanderung. Notschrei – Wiedener Eck

Eine relativ kurze Wanderung ohne Besonderheiten, wenn man mal von dem schlechten Wetter absieht. Ich parkte früh morgens auf dem großen Wanderparkplatz am Notschrei. Meine Kamera ließ ich im Wagen, weil es regnete. Die Bilder in der Galerie unten habe ich mit meinem iPhone aufgenommen, bis auf die Fotos vom Wiedener Eck, die einen Tag später entstanden sind.

Illumination Alte Evangelische Kirche

Lichtkunst zum Weltfrauentag in Saarbrücken

Anlässlich des Weltfrauentages 2018 haben Studierende der Saarbrücker Kunsthochschule HBK eine Gebäudeillumination für die Alte Evangelische Kirche am Cora-Eppstein-Platz entworfen. Auf Initiative des FrauenForums Saarbrücken erinnerte die Lichtkunst-Vorführung an den Kampf für das Frauenwahlrecht. Für SR 2 KulturRadio hat sich Reporterin Isabel Heine unter die Passanten gemischt.

Das Jahr 1918 war ein sehr wichtiges auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau in Deutschland. Ein Gesetz erlaubt seitdem auch Frauen sich an Wahlen zu beteiligen. 100 Jahre gibt es das Frauenwahlrecht nun.

Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März erinnert das FrauenForum Saarbrücken an den Kampf für das Frauenwahlrecht. Dafür hat sich das Aktionsbündnis Verstärkung von Künstlerinnen der HBK geholt. Sie haben passend zum Thema Lichtinstallationen entworfen, die an die Außenwand der alten evangelischen Kirche hinter dem St. Johanner Markt projiziert wurden.

Text: Isabel Heine, SR.de

Fotogalerie: Illumination Alte Evangelische Kirche

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Titisee – Notschrei

Westweg Etappe 10 | Titisee – Notschrei (Westvariante)

Mein Aufenthalt in Titisee-Neustadt

Auf meinen Aufenthalt am Titisee habe ich mich gefreut. Ich blieb drei Nächte im Hotel Brugger’s Hotelpark am See.

Titisee - Notschrei

Brugger’s Hotelpark am See

Die Zeit wollte ich zur Erholung von den Strapazen der langen Wanderung nutzen und es mir am See richtig gut gehen lassen. Ich hatte ein tolles Zimmer, mit Balkon zum See hin, das Hotelpersonal war freundlich und zuvorkommend, das Frühstück ist absolute Spitze, Parkmöglichkeit ist vorhanden. Trotzdem würde ich dieses Hotel nicht mehr buchen, es ist altmodisch und überteuert.
Den Balkon konnte ich wegen der kalt-nassen Witterung überhaupt nicht nutzen, schade.
Das Restaurant im Hotel hab ich links liegen lassen, zu teuer und zu abgehoben… in Titisee-Neustadt gibt es ein riesiges Angebot an Restaurants für jeden Geschmack. Ich informierte mich bei TripAdvisor. Dort wird das italienische Ristorante Mona Lisa
in der Seestraße empfohlen. Also nichts wie hin, zur Mona Lisa. Ein Volltreffer! Diese Pizzeria kann ich empfehlen, das Essen ist preiswert und schmeckt wunderbar, das Ambiente passt, und man wird freundlich und kompetent bedient. Es gibt eine schöne Terrasse, die wegen des schlechten Wetters aber geschlossen war. Ich speiste während meines gesamten Aufenthaltes im Mona Lisa.



Die Wanderung. Titisee – Notschrei

Die Königsetappe!
Am 27. Juli, vor Sonnenaufgang brach ich auf, am Kurhaus in Titisee-Neustadt, in strömendem Regen. Der Westweg teilt sich hier in eine Ost- und eine Westvariante. Ich wählte die Westvariante, weil sie über die höchsten Erhebungen wie den Feldberg, den Belchen und den Blauen führt.
Die Fotoausrüstung ließ ich wegen des starken Regens an diesem Morgen im Wagen, eine gute Entscheidung, das Wetter besserte sich den ganzen Tag über nicht. Über den Feldberg wanderte ich in so dichtem Nebel, dass ich noch nicht mal den Feldbergturm sah, obwohl ich, wie sich später herausstellte, keine fünfzig Meter weit daran vorbeiwanderte. Ich war froh, die Wegweiser und damit den Weg zu finden… keine Menschenseele traf ich da oben an diesem Morgen.
Ursprünglich hatte ich geplant, die Etappe zu teilen, um mehr Zeit auf dem Feldberg verbringen zu können. Nun entschloss ich mich, die gesamte Etappe bis Notschrei zu wandern, um dann am nächsten Tag, bei hoffentlich besserem Wetter, noch mal Zeit auf dem Feldberg verbringen zu können.
Ein Vorhaben, das ich so auch verwirklichen konnte, darüber werde ich nochmal gesondert berichten.
Die unten angefügten Fotos von dieser Wanderung habe ich mit meinem Smartphone aufgenommen.

Westweg Etappe 10 |Titisee – Notschrei

Länge: 25,4 Kilometer
Gehzeit: 8,5 Stunden
Aufstieg: 898 Meter
Abstieg: 633 Meter
Charakter: Auf den Höchsten!

Titisee - Notschrei

Westweg – Wegweiser

Titisee - Notschrei

Aufstieg zum Feldberggipfel

Titisee - Notschrei

Auf dem Feldberg

Titisee - Notschrei

Weg, verwurzelt

Titisee - Notschrei

St. Wilhelmer Hütte

Wasserpuppentheater

Wasserpuppentheater – ein Abend in Hanoi, Vietnam

Das Wasserpuppentheater gibt es nur in Vietnam. Seine Ursprünge sind unklar. Wahrscheinlich war es schon im 11. Jahrhundert ein fester Bestandteil im kulturellen Leben des Landes. Diese Kunstform wurde streng geheim gehalten und nur innerhalb einer Familie von den Alten an die Jungen weitergegeben. In den 1980er Jahren war sie fast ausgestorben, als eine französische Organisation mit neuen Puppen und einer neuen Bühne diese Tradition wieder zum Leben erweckte. Die Ensembles haben bereits mehrmals erfolgreich im Ausland gastiert. Man kann in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt den Aufführungen beiwohnen.

Das Theater

Die Zuschauer werden musikalisch von einem kleinen Orchester (einschließlich eines Monochords, vietnamesisch: Đàn bầu) begrüßt, das die ganze Aufführung begleitet. Außerdem leihen die Orchestermitglieder den Puppen ihre Stimmen. Das Orchester sitzt üblicherweise neben der Bühne, die aus einem Wasserbecken besteht. Ursprünglich war dieses Wasserbecken der Dorfteich oder ein See. In dem Becken stehen hinter einem Vorhang aus geflochtenem Bambus die Akteure, die die auf 3 bis 4 m langen Stangen montierten Wasserpuppen handhaben. Die Stangen befinden sich unterhalb, die Puppen oberhalb der Wasseroberfläche. Die 30 cm bis 1 m großen und 1 bis 5 kg schweren Figuren werden aus dem weichen und leichten Holz des verbreiteten Feigenbaumes geschnitzt. Sie sind mit Harzen und Lacken wasserfest überzogen, was auch gegen Holzwürmer helfen soll. Die beweglichen Gliedmaßen oder sonstige bewegliche Komponenten werden durch Seilzüge gesteuert.

Die Darstellung

Dargestellt werden häufig Szenen aus dem Landleben wie etwa Fischfang, ein Flötenspieler auf einem Büffel oder ein rauchender Bauer. Außerdem sind mystische Tänze von Löwen und feuerspeienden Drachen zu sehen sowie die vier heiligen Tiere: Phönix, kỳ lân (Qilin, das chinesische Einhorn), Long (der chinesische Drache) und Schildkröte. Ein beliebtes Motiv ist auch die Legende des zurückgegebenen Schwertes, in der dem König Le Loi, der im 15. Jh. die Chinesen aus Vietnam vertrieb, das ihm von den Göttern überlassene Schwert bei einer Bootsfahrt auf dem Hoan-Kiem-See von einer goldenen Schildkröte entrissen wird, um es den Göttern zurückzubringen.

Im Thăng Long Water Puppet Theatre in Hanoi kosten die Eintrittskarten 60.000 bis 100.000 đ (ca. 2,15 bis 3,60 €), Stand 11.2013. Vor dem Vorführungsraum liegen kostenlose Programme in verschiedenen Sprachen aus. Auch die Ankündigungen erfolgen außer in Vietnamesisch in Englisch und Französisch.

Quelle: WIKIPEDIA

Für mich war das Wasserpuppentheater ein tolles Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Für einen Dollar zusätzlich zum Eintrittspreis erhält man die Erlaubnis, während der Vorstellung zu fotografieren, allerdings nur ohne Blitz.

Winter im Wallis

Winter im Wallis – ein Kurzurlaub im Schnee

Winter im Wallis, das bedeutete im Januar 2018: soviel Schnee wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Schneemassen schnitten einige Ortschaften für Tage von der Außenwelt ab, Bahnstrecken und Straßen mussten gesperrt werden, Urlauber und Skifahrer saßen fest.
Ich hatte mehr Wetterglück bei meinem Ausflug in die Schweiz, während meines viertägigen Aufenthaltes in Mörel ließ sich kaum ein Wölkchen blicken am tiefblauen Himmel.

Von Mörel aus fährt man fünf Minuten mit dem Auto bis zur Betten Talstation, und von dort aus bringt einen die Seilbahn in sieben Minuten in ein Schneeparadies namens Bettmeralp, rund 2000 Meter hoch gelegen. Noch nie in meinem Leben habe ich soviel Schnee in der Sonne glitzern sehen – einfach überwältigend.

Die Alp ist ein wahres Mekka für Skifahrer, bestens versorgt mit Pisten und Liften. Ich habe mich über die sehr gut präparierten Wanderwege gefreut. Ich wanderte vorbei am Bettmersee zur benachbarten Riederalp. Von dort aus hat man die Option, mit einer weiteren Seilbahn nach Moosfluh zu gelangen, von wo man herrliche Aussicht auf den Großen Aletschgletscher hat.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Betrachten meiner Bildergalerie.

Winter im Wallis – die Bildergalerie

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