Filme über die Konzentrationslager des Dritten Reiches sind meist Werke mit verstörenden, schockierenden Bildern, die man nicht vergisst. Lina Wertmüllers brutales Meisterwerk Sieben Schönheiten, Spielbergs Schindlers Liste oder Roberto Benignis Tragikomödie Das Leben ist schön, um ein paar Beispiele zu nennen.
Der Junge im gestreiften Pyjama verzichtet auf schockierende Bilder. Das Grauen ist da, stinkender Qualm aus hohen Schornsteinen, im Hintergrund. Regisseur Mark Herman lässt sich Zeit, erzählt in ruhigen Bildern die Geschichte einer Freundschaft zweier achtjähriger Jungs, der eine der Sohn des Lagerkommandanten, der andere jüdischer Insasse des Lagers. Man weiß nie so recht, worauf diese Geschichte hinausläuft. Vielleicht ist es ja gerade das, was den Film so fesselnd macht, dass die Zeit nur so fliegt. Das Ende kommt plötzlich und mit allerbrutalster Härte.
Mark Hermans Film fügt dem Thema eine neue Variante hinzu. Schaut Euch diesen Film an. Ich verspreche Euch, ihr werdet ihn nicht mehr vergessen können.
Jun
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June 9, 2009



















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