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Das Mirador del Río ist ein architektonisch reizvoller Aussichtspunkt im äußersten Norden der Kanareninsel Lanzarote. Das Mirador del Río galt zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung Mitte der 1970er Jahre als eines der bedeutendsten modernen Bauwerke der Welt.
Das Mirador del Río befindet sich auf einem 475 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Punkt der Steilküste des über 600 Meter hohen Famaramassivs. Der 1973 vom lanzarotenischen Künstler César Manrique, unter Mitwirkung von Jesús Rafael Soto und dem Architekten Eduardo Caceres, entworfene Aussichtspunkt (offizielle Eröffnung 1974), welcher im typischen Stil Manriques in den Felsen integriert ist, besteht aus einer über dem Abgrund befindlichen Brüstung, einem Café mit großflächigen Panoramascheiben, einem Souvenirgeschäft sowie zuoberst einer Aussichtsplattform. Auf rechte Winkel wurde verzichtet, alle Räume, auch der Parkplatz, die Aussichtsplattform und die Treppen sind rund.

Der weitreichende Blick über die hohen Felsklippen und über die etwa zwei Kilometer breite, namensstiftende Meerenge Río (spanisch für Fluss) hinüber bis auf das Chinijo-Archipel, mit den Inseln La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara, und dem Felsen Roque del Este, machten das Mirador del Río zu einer Touristenattraktion. Am Fuße des Abhangs (Risco de Famara), mit seinen im Laufe von Jahrtausenden entstandenen bizarren Auswaschungen, befindet sich eine der ältesten Salinen der Kanaren. Das eigenartige Rot einiger ihrer Segmente ist auf den winzigen Salinenkrebs zurückzuführen. Westlich an die Salinen angrenzend sieht man den weißen Playa del Risco. Er ist nur per Boot oder über einen serpentinenreichen Wanderweg die Steilwand herab zu erreichen.

Während des Krieges zwischen Kuba und den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden an jener Stelle, an der sich heute das Mirador del Río befindet, Geschützbatterien installiert. Östlich des Aussichtspunktes kann man heute noch Reste davon entdecken.

Text: Wikipedia