Verblendung
Niels Arden Oplevs Film “Verblendung” ist ein genialer Thriller. Die verworrene Geschichte um ein vor 40 Jahren spurlos verschwundenes Mädchen, um Besessenheit, Rechtsradikalismus, Vergewaltigung, Mord und die Macht des Geldes wird ohne viel Actionszenen so flüssig und spannend erzählt, dass die 153 Filmminuten wie im Fluge vergehen.
Die eigentliche Sensation des Films ist die herausragende schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Noomi Rapace in der schwierigen Rolle der Hackerin Lisbeth Salander. Sie schafft es glaubhaft, zugleich Hass und Rebellion, auf der anderen Seite aber auch Verletzlichkeit, Trauer und Verzweiflung zu verkörpern und wirkt die gesamte Handlung über sehr authentisch. Die Leinwandpräsenz der schwedischen Schauspielerin ist derart charismatisch und energievoll, dass die potentielle Hauptfigur immer weiter in den Hintergrund rückt. Allein wegen ihr freue ich mich schon jetzt auf die beiden nächsten Filme der Millenium-Trilogie, “Verdammnis” und “Vergebung”.
“Verblendung” läuft noch heute und morgen Abend im Saarbrücker Cinestar. Nehmt Euch die Zeit. Ihr werdet es nicht bereuen.
November 9, 2009



















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