NoMeansNo spielten in der Garage in Saarbrücken

NoMeansNo ist eine Hardcore-Punk-Band aus Vancouver in Kanada.
Die Band wurde 1979 von den Brüdern Rob Wright (E-Bass und Gesang) und John Wright (Schlagzeug, Gesang, Keyboard) gegründet. 1983 schloss sich Andy Kerr als Gitarrist an, der 1992 nach seinem Ausstieg durch Tom Holliston ersetzt wurde. Ihr Stil hebt sich durch ihre starke, durch Funk inspirierte Rhythmik vom gewöhnlichen Hardcore- und Punk-Sound ab, und wird auch dem Jazzcore zugeordnet. Er wird besonders geprägt durch das dominierende und treibende Bassspiel von Rob Wright und den Breakbeats seines Bruders John.
Ich durfte die Band Anfang der 1990er Jahre schon mal bei einem Auftritt in Frankfurt erleben, ein Konzert, an das ich mich heute noch bis ins Detail erinnere, weil die Jungs sich durch eine unglaubliche Spielfreude und Präzision hervortaten. Ihre superschnellen, harten, ständig wechselnden Rythmen, für die ich die Platten der Band so liebte, sind live nur mit absolut präzisem Zusammenspiel rüberzubringen, und das leisteten diese Männer mit Bravour. Die Musik kam live mit einem ungeheuren Druck, einer Wahnsinns-Dynamik.
Nun, die 3 Kanadier haben inzwischen die Farbe aus ihren Haaren verloren, nicht aber ihre Freude am Musizieren. John Wright spielt immer noch die schnellsten und härtesten Breakbeats der Welt und singt dabei und sein Bruder Rob folgt ihm mit dem härtesten funky Bass, den die Welt je vernommen hat, immer noch, auf präziseste Art und Weise, ebenfalls singend. Die Gitarre ist bei dieser Band eher füllendes Beiwerk, Gitarrist Tom Holliston steht ein bisschen abseits auf der Bühne, da, wo man normalerweise den Bassisten findet.
Die drei weißhaarigen Männer boten ein musikalisches Erlebnis allererster Güte im kleinen, prall gefüllten Club in der Garage. Die versammelte Gemeinde entließ sie erst nach der 3. Zugabe, und man trank noch ein Bier zusammen mit lächelnden Gesichtern. Tom Holliston kam noch zu mir und schenkte mir die oben abgebildete Playlist. Vielen Dank dafür.
Vielen Dank für alles, Jungs.
May 20, 2010



















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