post Category: Reisetagebuch,Shanghai post Comments (0) postMay 16, 2009

sechster tag, höhenrausch, fotomodell

Da sind noch fette Wolken am Himmel, als ich aufwache, aber amthe tower Horizont setzt die Sonne sich schon durch… und, was am allerwichtigsten ist und in Shanghai nicht jeden Tag vorkommt: die Luft ist klar, ich seh den Fernsehturm auf der anderen Flussseite so klar, als stünde er direkt vor meinem Fenster.
Also runter in den 2nd floor zum frühstücken, und dann ab mit der Fähre über den Huangpu nach Pudong. Ich hab mir für heute den Aufstieg in die Kugeln des Oriental Pearl Towers vorgenommen.
In Pudong angekommen, hab ich noch 15 Minuten Fußweg zu bewältigen. Am Fernsehturm angekommen, bezahle ich 150 Yuan für den Eintritt auf alle drei Kugeln, in 90, 263 und 350 Metern Höhe. Insgesamt misst der Turm 468 m an Höhe und ist damit der höchste Fernsehturm Asiens und der dritthöchste der Welt.two rivers Die Sicherheitskontrolle und das Anstehen am Aufzug nehmen überraschend wenig Zeit in Anspruch, im nullkommanix bin ich oben in der kleinen Kugel auf 350 Metern Höhe. Die Auzugführerin tut mir ein bisschen leid, sie hält während der Fahrt einen kleinen Vortrag, zunächst auf chinesisch, dann two towersauf englisch. Wie oft während ihrer Schicht sie diese immergleiche Geschichte wohl erzählen muss?
Die Aussicht von da oben über die Stadt ist atemberaubend, die Schiffe auf dem Huangpu-Fluss sehen aus wie Wasserflöhe…. Besonders schön zu sehen die Mündung des Wusong-Flusses in den Huangpu, die Gegend am nördlichen Bund wo sich ja auch mein Hotel befindet. Ganz toll der Blick auf die beiden nebeneinander stehenden Gebäude Jin Mao Tower und Shanghai World Financial Tower, direkt nebenan kann man die Baustelle sehen, aus der mal der Shanghai Tower bis auf eine Höhe von 632 Metern herauswachsen wird.259 m Beim Herunterfahren zu mittleren Kugel bin ich alleine mit der Fahrstuhlführerin im Aufzug, sie fängt mit ihrem Vortrag an, auf chinesisch – sieht mich an und muss ganz furchtbar lachen – und redet auf englisch weiter. In der zweiten Kugel gibt es auch eine geschlossene Aussichtsplattform auf 263 m Höhe. Man kann noch eine Treppe hinuntersteigen und kommt dann auf einen oben offenen sightseeing floor auf 259 Metern, der die eigentliche Sensation des Towers ist: er hat nämlich einen Boden aus Glas. Man tritt quasi ins Leere, my sneakers, the tower, his shadowwenn man auf den Glasboden tritt….. ich habe noch nie Höhenangst oder Schwindel empfunden, an welchem Abgrund auch immer, aber diesmal merke ich, wie mein Puls nach oben schnellt, als ich den ersten Schritt ins Leere tue. Hier wird man auf sehr charmante Art und Weise an seine Grenzen geführt, nicht zuletzt der kräftige Wind, der über die nach oben offene Plattform bläst, macht die Illusion perfekt. Hat man den ersten Schritt gewagt, setzt schnell eine relative Gewöhnung ein, und man genießt es, über den Glasboden zu laufen und nach unten zu sehen. Länger eine Stunde hab ich mich da oben aufgehalten, eines meiner beeindruckendsten Erlebnisse bis jetzt.
Fünfmal muss ich wieder als Fotomodell herhalten, mit chinesischem Mädchenshanghai aquarium II oder Frauen im Arm, deren Männer dann Fotos mit mir aufnehmen.

Das Event da oben hat mich müde gemacht, außerdem hab ich viel mehr Zeit in dem Turm verbracht, als eingeplant war, deshalb verschiebe ich mein Vorhaben, noch auf den Jin Mao Tower hinauf zu fahren, auf einen späteren Tag. Direkt neben dem Pearl Tower liegt das Shanghai Aquarium, das in meinem Reiseführer als lohnende Attraktion beschrieben wird. Das Aquarium ist shanghai aquariumwirklich grandios, es gibt sogar Robben, denen man bei ihren behenden Unterwasserjagden zusehen kann, Pinguine, Korallenriffe, riesige Rochen, noch größere Schildkröten, und, sehr beeindruckend, das Haifischbecken.
Alles in allem ein wunderbarer Tag. Die Sonne steht schon sehr schräg am Himmel. Ich halte spontan ein Taxi an und fahre nach Hause zum Hotel, mit vielen hoffentlich gelungenen Fotos in der Tasche.

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