Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Tag: Arizona (page 1 of 2)

Monument Panorama

Monument Valley Panorama

Monument Panorama

Monument Valley Panorama, Utah, USA

U.S. Highway 163

U.S. Highway 163, Utah

U.S. Highway 163

Der Hway 163 in der Wüste von Utah. Im Hintergrund das Monument Valley

U.S. Highway 163

Fruehmorgens am Lake Powell

Sonnenaufgang am Lake Powell

Lake Powell, Utah

Butterfly

Eigentlich hatte ich an diesem Morgen etwas anderes vor, naemlich eine laengere Wanderung durch die Wueste. Um die kuehlen Morgenstunden fuer meinen Weg zu nutzen, brach ich eine Stunde vor Sonnenaufgang von Page, Arizona aus mit dem Wagen auf. Zum trailhead hatte ich etwa 5 Meilen zu fahren, dabei kam ich am Lake Powell vorbei und sah diese Szene, an der ich nicht vorbei konnte, ohne ein paar Bilder aufzunehmen.
Meine Wanderung unternahm ich hinterher und geriet natuerlich in die Mittagshitze. Als ich auf dem Rueckmarsch gegen 15:00 Uhr zu meinem Wagen kam, zeigte dessen Thermometer 44° Celsius. Im Schatten.

Lake Powell und Lone Rock

Lake Powell und Lone Rock

Lake Powell, Utah

Before Sunrise

USA 2010 – ein Reisebericht

28. juli 2010,ein fotogenes tal, gänsehälse

Nach wenig Schlaf bin ich wieder vor Sonnenaufgang auf der Straße. Mein Ziel ist das 27 Meilen von Bluff entfernte Monument Valley, das ich während des Sonnenaufganges ablichten will.
Vom Visitor Center aus hat man einen schönen Blick in das weitläufige Tal, und zwar genau gen Osten, gegen die aufgehende Sonne also.
Ich garantiere euch, wer hier einen Sunrise erlebt hat, wird ihn so schnell nicht vergessen. Er wird immer wieder zurück an diesen Platz kommen, von Sehnsucht geplagt. Es ist wohl einer der schönsten seiner Art auf unserer Erde.
Noch dazu ist das Monument Valley wahnsinnig fotogen, man kann hier als Fotograf wenig falsch machen. Ausgenommen beim Sunrise, der recht schwierig aufzunehmen ist. Man hat die Sonne im Gesicht, also starkes Gegenlicht, ein heller Himmel im Hinter- steht gegen dunkle Tafelberge
im Vordergrund. Ein gewaltiger Kontrast den keine moderne Kamera bewältigen kann, man muss unbedingt in die HDR-Trickkiste greifen, will man saubere, richtig belichtete Bilder mit nach Hause bringen. Dieser Sonnenaufgang schreit geradezu nach High Dynamic Range. Umso mehr wundere ich mich darüber, dass ich zweifellos der Einzige unter den Fotografen bin, die an diesem Morgen hier zusammengekommen sind, der diese Technik anwendet. Ich lerne einen jungen Franzosen kennen, als er mich fragt, welche Blende ich verwende… er sieht im Display, dass seine Optik mit den Lichtverhältnissen nicht klarkommt, und sucht nach einer Lösung. Von High Dynamic Range hat er noch nie etwas gehört…. seltsam.
Der Sonnenaufgang ist eine Wucht. Es schwebt genau die richtige Dosis Wolken am Himmel, die ihm das langweilige Blau versüßen, und die Sonne bricht durch einen schmalen Wolkenkorridor nach draußen. Wunderschön, as allways.

Es gibt einen 17 Meilen langen Valleydrive, den man unbedingt fahren sollte, wenn man hier ist. Das funktioniert auch ohne Allradantrieb, man braucht nur ein bisschen Bodenfreiheit. Der Trail ist furchtbar holprig, er wird wohl mit Absicht von den Navajo, denen das Tal gehört, so belassen. Man ist gezwungen, sehr langsam zu fahren, dadurch hält sich die Staubentwicklung in Grenzen. Der Trail bietet tolle Ausblicke, man kann jetzt auch den John Fords Point, den Lieblingsplatz des Regisseurs John Ford, anfahren. Der Punkt war jahrelang geführten Touren vorbehalten.
Einiges hat sich verändert im Tal, seit ich vor vier Jahren das lezte Mal hier war. Der Parkplatz am Visitor Center ist asphaltiert. Das Visitor Center selbst hat mit dem von früher nur noch den Fahnenmast davor gemein, hier ist ein Hotel entstanden, mit Zimmern, die Balkone mit Valleyblick bieten. Im Hotel sind Restaurant,
Trading Post und Visitor Information integriert. Das alles wirkt kein bisschen aufdringlich, man hat so gebaut, dass die Atmosphäre des Tales nicht zerstört wird, alle Gebäude passen in die Landschaft, nicht nur farblich. Ein Kompliment der Navajo Nation für diese gelungene Bauleistung, und dafür, dass der Eintrittspreis in den Park bei 5 Dollars geblieben ist.
Ich nutze das Restaurant zum Frühstück, nachdem ich meine Rundfahrt auf dem Valley Drive beendet habe. Es gibt ein Buffet, das keine Wünsche offen lässt, man sitzt superschön an stylischen Tischen mit Blick aufs Valley, die indianischen Bedienungen sind freundlich und sorgen wie üblich dafür, dass die Kaffeetasse nie leer wird. Ein Frühstück, das ich mit bestem Gewissen empfehlen kann, es ist für 11 Dollars nicht zu teuer.

Gesättigt nehme ich Abschied vom Monument Valley und fahre den Highway 163 zurück Richtung Bluff. Der Highway selbst bietet ein herrliches Motiv, ich mache noch ein paar Bilder mit Straße und Tafelbergen und fahre weiter nach Mexican Hat.
in dem Ort leben lediglich 80 Menschen. Er hat seinen Namen von einer Felsformation nördlich des Ortes, die die Form eines mexikanischen Sombreros besitzt. Von dieser mache ich ein paar Aufnahmen, bevor ich ins Hotel zurückkehre.
Am späten Nachmittag breche ich auf zum Goosenecks State Park, er liegt etwa 25 Meilen entfernt von Bluff. Der San Juan River hat dort mehrere tiefe schleifenförmige Canyons in die Wüste gegraben. Als ich im Park ankomme, gibt es dort keine anderen Besucher außer einer
dreiköpfigen Navajo-Familie. Die Frau fängt sofort an, munter drauf los zu plappern, als ich den Wagen verlasse, ich habe Mühe, ihrem Wortschwall zu folgen. Ihr Mann sieht mir wohl an, dass ich nur die Hälfte von dem mitkriege, was seine Frau erzählt, und unterbricht sie, indem er mich fragt, wo ich herkomme. Er zeigt mir noch ein paar Details in den Canyons, die ihm gefallen und die ich fotografieren soll.
Ich muss mich beeilen mit dem Fotografieren, dunkle Wolken kündigen ein Gewitter und starken Regen an. Leider schaffe ich es nicht mehr, meinen Panoramakopf auf’s Stativ zu montieren, bevor der Regen losgeht.
Mein Abendessen nehme ich im Twin Rocks Café in Bluff, es gibt dort einen
wunderbaren Ceasar Salad.
Im Hotel angekommen, heißt es packen. Morgen muss ich die Rückreise nach Chicago in Angriff nehmen, will ich am Sonntag meinen Rückflug nach Deutschland nicht verpassen.
Ich nehme mir vor, noch einmal früh aufzustehen und noch einen letzten Sunrise im Monument Valley mit zu nehmen, bevor ich dieses großartige Land verlasse.
Good night, Utah.

Gefahren: 172,50 Meilen
Hotel: 120 $
Essen: 35 $

Monument Valley

Monument Valley

Gooseneck

Twin Rocks Café und Trading Post, Bluff

USA 2010 – ein Reisebericht

26. juli 2010, rund um page

So langsam wird es zur Gewohnheit, vor Sonnenaufgang unterwegs zu sein… Mein erstes Ziel ist der Horseshoe Bend heute Morgen, ich möchte mitkriegen,
wie die aufgehende Sonne langsam in den Canyon hineinkriecht und da rote Gestein anfängt zu leuchten.
Als ich ankomme, geht der volle Mond gerade unter. Es ist schon hell. Auf einem Felsen sehe ich einen Löwe-Pro-Fotorucksack liegen, aber weit und breit ist kein Mensch zu sehen. Als ich in den Rucksack, der noch dazu offen steht, hineinsehe, stockt mir der Atem: er enthält Nikon-Objektive im Wert von 2500 Euro. Ich steige auf einen Felsen und sehe mich um, aber es ist niemand zu sehen. Nun gut, denke ich, so etwas Wertvolles vergisst man nicht einfach so hier…. mal abwarten.
Und tatsächlich, etwa 20 Minuten später, die Sonne hat gerade begonnen, in den Canyon hinein zu kriechen,
kommt ein Amerikaner mit Stativ und Kamera um die Ecke und wünscht fröhlich Good morning… Ich wundere mich ihm gegenüber darüber, dass er seinen Rucksack hier alleine gelassen hat. Er sagt, er hätte einen Spaziergang gemacht, und da niemand hier gewesen sei, hätte er den Bag eben hier gelassen…. Das nenne ich Gottvertrauen…
Die Sonne tut genau das, was ich mir erwartet habe, sie leuchtet die Wände des Canyons schön schräg von oben an, die eine Hälfte leuchtet im Licht, die andere Hälfte liegt im Schatten. Eine Lichtsituation, die hohe Ansprüche an den Fotografen stellt und nur mit dem HDR-Verfahren gemeistert werden kann. Immer wieder wundere ich mich darüber, wie wenig populär dieses Verfahren immer noch ist. Auch heute kommt wieder jemand zu mir, er ist auch mit Stativ unterwegs,
wie sich das gehört, und fragt, welche Blende ich wohl eingestellt hätte. Er sagt er sei mit seinen Ergebnissen total unzufrieden, entweder sei der Teil des Bends, der in der Sonne liegt, viel zu hell, oder der andere Teil, der im Schatten liegt, viel zu dunkel… ich zeige ihm, wie ich meine Bilder im HDR-Verfahren aufnehme. Davon hat er noch nie etwas gehört, das finde ich ganz erstaunlich. Er dankt schön für den Tipp und versucht weiter sein Glück.
Wer sich ernsthaft mit digitaler Fotografie beschäftigt, kommt an HDR(High Dynamic Range) auf Dauer nicht vorbei. es dauert ein wenig, bis man sich eingearbeitet hat in das aufwändige, nicht ganz einfache Verfahren, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Okay, ich mache ungefähr 2 Millionen Bilder und fahre die 4 Meilen bis zu meinem geliebten Dennys Restaurant, zum Frühstücken.
Nach dem Frühstück mache ich mich ohne Umwege auf zum Buckskin Gulch, einem Slot Canyon, dem größten im Südwesten. Dazu verlasse ich Page auf der 89 Richtung Norden, überquere die Grenze nach Utah und biege bei Milepost 26 nach Westen in die House Rock Valley Road ein. Die Straße ist extrem sandig, lässt sich aber locker fahren, so lange sie trocken ist. Genau dieses Problem macht sich gerade am Himmel breit, die Bewölkung wird innerhalb kürzester Zeit immer fetter und dunkler. Das letzte, was man in einem Slot Canyon gebrauchen kann, ist ein anständiges Gewitter.
Ich muss umkehren,
alles andere wäre zu riskant. Um aus der Situation das Beste zu machen, halte ich an und schieße ein paar Bilder von den fotogenen Wolkengebirgen am drohenden Himmel. Unterdessen begegnen mir zwei andere Wagen, die wohl auch dabei sind, sich in Sicherheit zu bringen.
Unterwegs Richtung Page biege ich in Richtung auf die Wahweap Marina am Lake Powell ab, in der Hoffnung, am Wasser vielleicht noch ein paar schöne Aufnahmen mit dramatischen Wolkenbergen im Hintergrund machen zu können. Tatsächlich finde ich einen schönen Platz, aber die Hitze steigt ins Unerträgliche, so dass ich mich ins klimatisierte Hotelzimmer davon mache, um ein wenig an meinem Reisebericht zu feilen.
Währenddessen
beobachte ich weiter den Himmel draußen, und am späteren Nachmittag, als das Gewitter da draußen ernst macht, ziehe ich nochmal los. Diesmal gelingen mir wirklich dramatische Aufnahmen des Sturms.
Der Lake Powell entstand durch den Bau des Glen Canyon Staudammes bei Page. Aus Wikipedia: Ab dem 13. März 1963 wurde der Glen Canyon vom Colorado überflutet und bis zum 22. Juni 1980 zum Lake Powell aufgestaut. Benannt wurde er nach dem Bürgerkriegsveteranen Major John Wesley Powell, der im August 1879 mit acht weiteren Männern den Glen Canyon erforschte. Heute ist der See nach dem Lake Mead (Nevada/Arizona) der zweitgrößte Stausee der Vereinigten Staaten. Bei maximaler Stauhöhe hat er eine Länge von rund 300 km, ist am Damm 171 m tief und bedeckt eine Fläche von 653 km² (auf Seespiegelhöhe von 3.613 Fuß – 1.101 m). Mit rund 33,3 Milliarden m³ (= 33,3 km³) Wasser
überflutet der Lake Powell dann 96 Canyons und erstreckt sich weit in die Mündungen des von Nordwesten her kommenden Escalante River sowie des von Osten her kommenden San Juan River. Die Küstenlinie des Sees ist mit 3.153 km (1.960 Meilen) länger als die gesamte Westküste der USA.

Im Jahre 1972 beschloss der amerikanische Kongress die Einrichtung der Glen Canyon National Recreation Area, die ca 5.058 km² umfasst und von denen der Stausee selbst nur 13% einnimmt. Das Nationalerholungsgebiet gehört zum National Park System und grenzt im Nordosten an den Canyonlands- sowie im Süden an den Grand-Canyon-Nationalpark.

Nach sechs niederschlagsarmen
Jahren und intensiver Wasserentnahme (u.a. aus Las Vegas) ist der Pegel bis zum Sommer 2005 um etwa 45 m gesunken, was rund zwei Drittel des ursprünglichen Wasservolumens entspricht. Durch den Rückgang sind breite Strände entstanden, die Enden der äußeren Canyons sind trocken gefallen. Die Rainbow Bridge ist vom Ufer her nur über einen längeren Fußweg zu erreichen und es sind Felsformationen aus dem Wasser aufgetaucht, die seit 30 Jahren nicht mehr zu sehen waren.

Gefahren: 125,00 Meilen
Hotel: 77 $
Essen: 33 $

Panoramafotografie vom Glen Canyon Dam, dem Lake Powell und der Glen Canyon Dam Bridge auf der rechten Seite. Die Brücke ist 475,50 m lang und liegt 213 m über dem Colorado River. Es ist die vierthöchste Brücke in den USA. Ohne die Brücke und die weiter flussabwärts gelegene Navajo Bridge hätte man 310 km weit zu fahren, um die andere Seite des Canyons zu erreichen.

USA 2010 – ein Reisebericht

25. juli 2010, coal mine canyon, tuba city, grand canyon

Es gibt sie noch, die alte amerikanische Tradition, was die Gastlichkeit angeht.
Gestern Morgen, ich kam von einer Tour zum Coal Mine Canyon hungrig in Tuba City an, suchte ich ein Lokal zum Frühstücken. Natürlich fallen sofort die Ketten ins Auge, McDonalds, Taco Bell, KFC, Pizza Hut und wie sie alle heißen. In einer Seitenstraße fand ich Kate’s Café, dort machte ich halt.

Das Café war voll besetzt, als ich eintrat. Außer der jungen Waitress waren alle Anwesenden Navajos. Tuba City liegt in der Painted Desert, hat 8000 Einwohner, von denen die Mehrheit Navajo-Indianer sind. Das Café war eingerichtet, wie man sich ein typisch amerikanisches Diner vorstellt…
Die Bedienung kam an den Tisch, brachte ein Lächeln wie Sonnenschein im Mai mit, wischte erstmal den Tisch, obwohl er sauber war. Ich bestellte Kate’s Omelette, das kam mit Bratkartoffeln,einer Schale mit frischen Erdbeeren und Melone, Toast, Butter, einer Auswahl Marmelade (die Waitress entschuldigte sich dafür, dass Erdbeere leider heute aus ist) und schmeckte köstlich. Der andere Kellner, ein junger Navajo, stand seiner Kollegin in nichts nach, immer ein Lächeln auf den Lippen, brachte er mir meine Coffee-Refills.
An dem Tisch neben mir saßen zwei alte Männer, sie unterhielten sich in ihrer Stammessprache, das erste Mal hörte ich diese Sprache. Auch der junge Kellner sprach mit den alten Leuten in Navajo. Schön, dass diese Traditionen erhalten bleiben und so die Identität eines Volkes gewahrt wird.
Wenn
ihr mal in der Nähe seit, fahrt nicht vorbei, ohne einzukehren, Kate’s Café hat das nicht verdient.
Den Tipp mit dem Coal Mine Canyon hatte ich von dem hervorragenden Fotografen und Reiseberichterstatter Steffen Synnatschke, der einen Trip zu dem Canyon im Internet veröffentlicht hat.
Zum Coal Mine Canyon kommt man über Tuba City, man fährt im Ort nach Süden auf die State Route 264 und biegt dann kurz vor dem Milemarker 337 auf eine unpaved road ab, der man noch einen halben Kilometer folgt bis zum Parkplatz.
Der Canyon sieht klasse aus, sehr fotogen,
ich denke, die Bilder sprechen für sich. Wer in der Nähe ist, sollte einen Abstecher hierher auf jeden Fall einplanen. Man kann wunderbar am Canyonrand vorbei wandern und findet ständig neue Einblicke und Motive.
Steffen Synnatschke beschreibt noch eine zweite Dirt Road, 3 Meilen weiter auf der 264, die zu wunderbaren Ausblicken führen soll. Die Einfahrt zu diesem Trail ist jedoch durch ein Tor mit Vorhängeschlössern versehn, sieht also ganz nach einem privaten Grundstück aus. Das Tor war zwar offen, als ich hier ankam, ich bin da aber trotzdem nicht reingefahren. Ich finde, den privaten Bereich anderer Menschen sollte man respektieren.

Für den Rückweg, nach meinem formidablen Frühstück bei Kate’s, habe ich einen Abstecher zum Grand Canyon Nordrim vorgesehen. Das Northrim ist total abgelegen zu erreichen und bei weitem nicht so populär und überlaufen wie das Southrim, wo um diese Zeit wahrscheinlich kein Parkplatz mehr frei ist. Es ist wunderbar gemütlich und gediegen, und die Temperaturen sind auch um die Mittagszeit angenehm, schon wegen der Höhe, die über 2500 m liegt.
Wo auch immer, und ganz gleich, wie oft man schon dort war, wenn man hinunter in den Canyon blickt, es raubt einem immer wieder den Atem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwo auf der Erde eine spektakulärere Landschaftsform gibt als diese.
Man steht am Canyonrand,
sieht hinein und kann es einfach nicht fassen: So viel grandiose Schönheit,so viel schiere Größe, so viel Naturgewalt. Einfach unglaublich.
Leider gibt sich der Canyon sehr unfotogen. Ich habe bis heute nur sehr wenige Fotos gesehen, die dieser Landschaft wirklich gerecht werden. Entweder man hat unwahrscheinlich viel Glück und findet sofort den richtigen Ort zur richtigen Zeit mit dem idealen Licht, oder man muss viele Tage lang suchen und probieren, um eben diesen Ort zu treffen.
Die meisten Touristen sind über ihre Grand Canyon-Fotos enttäuscht, wenn sie sie zu Hause betrachten, da geht es mir nicht anders.
Am Northrim
gibt es eine wunderbare Lodge mit Cabins mitten im Wald auf 2500 m Höhe, sehr beschaulich mit Veranden, auf denen Schaukelstühle stehen….
Hier möchte ich mal für ne Zeitlang logieren, irgendwann, im Mai oder Juni, wenn die Luft noch frisch ist hier oben, und die zahlreichen Hiking Trails ausprobieren, die das Northrim bietet.
Ich werde mir kein Auto mieten, um hierher zu kommen, sondern mir einen grauen Bart stehen lassen und mir ein Tuch um den Kopf binden und mit einer Harley-Davidson herfahren.
Ohne Helm, mit der Stirn im Wind. Irgendwann.

Gefahren: 415,50 Meilen
Benzin:52,99 $
Hotel: 77 $
Essen: 32 $

Ein Versuch, die gewaltige Größe des Grand Canyon in einer Panoramafotografie festzuhalten. Die Aufnahme entstand am Bright Angel Point, der 2516 m hoch liegt. Der Colorado River am Grunde der Schlucht fließt 1100 m tiefer. Der gegenüberliegende Rand des Canyons ist 34 Meilen weit weg.
Auf dem Bild kann man in der linken Hälfte(bitte auf das Foto klicken, um es zu vergrößern!) eine Bergspitze erkennen, die 106 Meilen weit entfernt ist.

Older posts