Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Schlagwort: Delta

Eine Schiffsfahrt im Mekongdelta

Eine Schiffsfahrt im Mekondelta, Vietnam

Der Mekong

Der Mekong ist ein Strom in Südostasien, der sechs Länder durchquert. Seine Länge wird mit 4350 km bis 4909 km angegeben. Damit ist er einer der zwölf längsten Flüsse der Erde.
Das gesamte Einzugsgebiet des Mekong umfasst etwa 800.000 km², damit ist er als „Lebensader“ des kontinentalen Südostasien zu charakterisieren.
Da der Strom gewaltige und auch stark variierende Wassermassen führt, liegt in manchen vom Mekong durchflossenen Landschaften in der Zeit des Monsuns, also in den Sommermonaten – am Unterlauf mit mehreren Wochen Verzögerung –, der Wasserstand um 10 bis 15 Meter über dem Niedrigwasserstand des Winters.

Mekongdelta

Schwimmendes Dorf im Mekongdelta

Das Mekongdelta

Von Kambodscha fließt der Mekong, nun schon in einer in Kilometern zu bemessenden Breite, über die Grenze in den Süden Vietnams. Südlich von Hồ-Chí-Minh-Stadt (früher Saigon) verbreitern sich die Zwillingsflüsse zum über 70.000 km² ausgedehnten Mekong-Delta und strömen in das Südchinesische Meer.

Im Mekongdelta herrscht niedrige, jedoch üppige und grüne Vegetation vor.

Durch den fruchtbaren Schwemmlandboden ist intensive Landwirtschaft in dem dicht bevölkerten Gebiet möglich, die jährlich eine Produktion von 16 Mio. Tonnen Reis in drei Ernten sicherstellt. Es wird auch deshalb „die südliche Reiskammer Vietnams“ genannt. Zudem werden Nahrungsmittel wie Fisch, tropische Früchte, Gemüse, Zuckerrohr und Kokosnüsse produziert.

mekongdelta

Schrägseilbrücke

2001 wurde die erste Brücke über den Mekong in Vietnam gebaut, ein technisch schwieriges Unterfangen, da das ganze Mekongdelta keinen festen Untergrund besitzt. Die Pfahlgründungen der Pylone der über 1.000 Meter langen Schrägseilbrücke, deren Finanzierung eine Förderung des Staates Australien erfuhr, wurden durch das Unternehmen Bilfinger Berger gebaut. Bis dahin waren Städte wie Cần Thơ, Mỹ Tho, Long Xuyen und Rach Gia nur über Fähren erreichbar.
Textquelle: Wikipedia

Ich war einen Tag lang per Schiff im Delta unterwegs, besichtigte eine Ziegelsteinfabrik, eine Kokosnussfarm und eine Fertigungsstätte für Süßigkeiten aus Kokosnüssen. Zwischendurch genoss ich ein Mittagessen bei einer vietnamesischen Familie. Ich erfuhr, dass alle Bestandteile der Nüsse verarbeitet werden. Aus den Fasern werden mit Webstühlen Matten hergestellt, auch dass konnte ich besichtigen.

USA 2010 – ein Reisebericht

14. juli 2010, steile wanderungen, ankunft in canyonlands

Dank dem hervorragenden digitalen Reiseführer von Angelika Czepan finde ich mein heutiges Ziel, die Adobe Badlands,
auf Anhieb. Nach dem Auschecken fahre ich erstmal einen Supermarkt an, ich muss mir einen Wasservorrat anschaffen, wenn ich auf Wanderungen gehen will. Wie gut, dass sich direkt auf dem Gelänse des Marktes auch noch ne Tanke findet…
Solchermaßen ausgerüstet, fahre ich den Highway 50 nach Norden, bis ich ein Hinweisschild zum Devil’s Thumb Golf Club entdecke, hier biege ich nach rechts ab auf die 1565 road, dann direkt links auf die 1575 road. Die Straße führt durch ein Wohngebiet zum Flughafen hin. Kurz vor diesem biege ich wieder scharf links ab, kommen dann am Golf Course vorbei, und fahre bis zu einem Wasserreservoir. Dort findet sich ein kleiner Parkplatz,
von dem man querfeldein zum Devil’s Thumb wandern kann, der Hauptattraktion der Badlands.
Ich bin jetzt mittendrin in den Badlands, die mit ihren von vielen tiefen Washes zerfurchten Abhängen an eine Mondlandschaft erinnern. Es ist sehr warm, ich packe ein paar Flaschen Wasser ein und mache mich mit Fototasche und Stativ bewaffnet auf den Weg. Die erste Meile bis zur Basis des Hügels, auf dem der Devils Thumb liegt, ist ein leichter Spaziergang, dann jedoch geht es steil bergauf. die Mühe lohnt sich, oben angekommen, kann ich des Teufels Daumen in seiner Ganzen Pracht bewundern. Kerzengrade ragt er hervor, ein gewaltiger Monolith.
Der Aufstieg war strapaziös,
immerhin habe ich 25 Kilo Fotoausrüstung den Hügel hinauf geschleppt. Also erstmal ruhen und Wasser trinken, dann ein paar Fotos aufnehmen. Der Daumen erweist sich als sehr fotogen. Angelika Czepan hat sehr schöne Fotos in ihrem Reiseführer, die den Monolithen von oben zeigen, von der Hochfläche der Petri Mesa aus aufgenommen. Sie beschreibt auch einen Jeeptrail, der auf die Mesa führt, und von dessen Endpunkt man dann noch 1,75 Meilen zu laufen hat.
Ich überlege, ob ich nicht einfach den steilen Hang direkt vor mir hinaufklettern soll, dann stünde ich praktisch auf der Petri Mesa über dem Devil’s Thumb. Frau Czepan schließt diesen Weg in ihrer Beschreibung aus, er sei zu steil und damit gefährlich. Ich sehe eine Reifenspur von einem Motorrad, die just diesen Hang hinaufführt, und beschließe, der Spur nach oben zu folgen. Es funktioniert, ich rutsche zwar immer wieder ab in dem losen Material, aber ich komme nach oben.
Ohne meine grobstolligen Wanderschuhe hätte ich hier allerdings keine Chance…. Der Aufstieg ist sehr steil und überaus anstengend, und ich muss immer wieder mein Stativ als Stütze missbrauchen, dafür werde ich, oben angekommen, mit einem wunderbaren Blick auf den Monolithen und die ihn umgebenden Felsformationen belohnt.

Der Rückweg gestaltet sich leichter als ich befürchtet habe, ich komme den steilen Hang gut herunter und erreiche nach 4 Stunden Wanderung schließlich wieder meinen Wagen. Die ganze Zeit über bin ich keiner Menschenseele begegnet, und Gott sei Dank auch keiner Klapperschlange oder sonstigem teuflischem Getier.

Ich fahre noch ein wenig tiefer in die Badlands hinein. Die Straße ist nicht mehr asphaltiert und wird zunehmend schwieriger. Es gibt nichts Besonderes mehr zu sehen, ich beschließe, Richtung Moab aufzubrechen.

Der Hwy 50 führt mich nach Grand Junction, wo ich bei Wendy’s einen hervorragenden Spicy Chicken Ceasar Salad frühstücke. Angesichts der Frische und dem Geschmack dieses Salats frage ich mich, wie die McDonalds-Konkurrenz direkt nebenan überhaupt bestehen kann.

In Grand Junction vereint sich der Hwy 50 mit dem Interstate Highway 70,
der mich über die Grenze nach Utah bringt. Das Land wird jetzt zunehmend karger. Die ersten Tafelberge tauchen auf.
An der Crescent Junction biege ich auf den Hwy 191 ab, der mich nach Süden direkt nach Moab führt.
Die Landschaft wird immer exotischer gewaltige rote Mesas türmen sich rechts und links der Straße auf.
Um 17:30 Mountain Standart Time erreiche ich die Stadt Moab. Es ist 34° Celsius warm, die Luftfeuchtigkeit beträgt 28%. Ich bin angekommen.
The adventure begins.

Gefahren: 162 Meilen
Benzin: 47,71 $
Hotel: 79,60 $
Essen: 35,00 $