Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Schlagwort: Westweg (Seite 1 von 3)

Haldenhof-Kandern

Westweg Etappe 12 | Haldenhof-Kandern (Westvariante)

Die Headline stimmt nicht ganz, weil ich ein gutes Stück der Etappe schon am Vortag gewandert war. Präzise bis zum Müllheimer Egerten bin ich ich vom Wiedener Eck aus gekommen. Der Müllheimer Egerten ist ein gut ausgebauter Parkplatz im Wald an der Landstraße 140, die von Badenweiler aus Richtung Blauen führt. Es gibt dort alles, was das Wandererherz begehrt, Pavillon, Grillplatz mit Grill und Feuerholz – aber keine Bushaltestelle.

Als ich am Vortag, einem Samstag, hier ankam, musste ich 7 Kilometer bergab durch den Wald nach Badenweiler laufen, um an eine Bushaltestelle zu gelangen… und insgesamt 3 mal umsteigen, um mein Hotel am Wiedener Eck zu erreichen. Im Münstertal
erwischte ich abends den letzten Bus des Tages hoch zum Wiedener Eck.

Ein Taxiabenteuer

Hätte ich, um meine Westwegwanderung planmäßig fortsetzen zu können, meinen Wagen am Müllheimer Egerten geparkt, hätte ich am Abend von meinem Ziel in Kandern wieder das Problem gehabt, den Wagen mit dem Bus nicht erreichen zu können. Also stellte ich ihn in Badenweiler ab, das verkehrsmäßig gut angebunden ist, und bestellte mir ein Taxi, um mich zum Egerten fahren zu lassen. Das Taxi war schnell zur Stelle – nur hatte der Fahrer noch nie etwas vom Müllheimer Egerten gehört und kannte folglich den Weg dorthin auch nicht. Trotzdem fuhr er los, ziel- und planlos, hielt an einem Hotel, um dort nach dem Weg zu fragen – ohne Erfolg. Als er endlch, nachdem ich ihn gefühlt 20 mal schon darum gebeten hatte, bei seiner Zentrale über Funk nach dem Weg fragte, erfuhren wir, das der Egerten zur Zeit wegen einer Straßensperrung nur über einen Riesenumweg über Kandern zu erreichen war.
Zu diesem Zeitpunkt zeigte die Taxiuhr schon einen Fahrpreis von über 40 Euro an. Ich bat den Fahrer, mich zurück zu meinem Wagen zu bringen. Dort angekommen, sollte ich den Fahrpreis von von nahezu 50 Euro berappen, was ich ablehnte. Ich sagte dem Fahrer, das er durch seine mangelhafte Ortskenntnis und durch seine lange Weigerung, den Weg bei seiner Zentrale zu erfragen, schlussendlich keinerlei Dienstleistung erbracht habe. Ich reichte ihm einen Zwanzig-Euro-Schein und sagte, dass ich bereit sei, etwa die Hälfte des entstandenen Schadens zu begleichen – würde ihm das nicht genügen, sollte er doch bitte die Polizei rufen, um die Geschichte abschließend zu klären. Was er natürlich bleiben ließ…

Ich fuhr dann entgegen meines ursprünglichen Planes über Kandern zum Müllheimer Egerten und stellte den Wagen auf dem Waldparkpatz ab. Von dort führt der Weg durch die steile Nordflanke hinauf zum eisernen Blauenturm (1.165m). Ab jetzt geht es nur noch bergab! Die Strecke über den mystischen Hexenplatz und die Burgruine Sausenburg ist so kurzweilig, dass Kandern schneller erreicht ist als gedacht.

Burgruine Sausenburg

Mein Hotel in Kandern

In Kandern wohnte ich im Hotel Janz Bed & Breakfast. Ich hatte ein schönes Zimmer mit riesigem Balkon, in dem ich mich gut aufgehoben fühlte. Ich wurde freundlich empfangen, und als der Hotelmanager hörte, dass ich noch irgendwie per Bus und zu Fuß zu meinem Wagen zum Müllheimer Egerten gelangen musste, bot er mir spontan an, mich mit seinem Wagen dorthin zu bringen. Für diese Riesengefälligkeit bedanke ich mich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich.
Sehr gut gegessen habe ich in Kandern im Restaurant Zur Schnecke, dass mir der Hotelmanager empfohlen hatte. Die Gaststube ist gemütlich, die Bedienung schnell und freundlich, das Essen sehr schmackhaft. Dieses Restaurant wird bei TripAdvisor nicht gelistet – ein echter Geheimtipp, wie es scheint.

Notschrei – Wiedener Eck

Westweg Etappe 11 | Notschrei – Wiedener Eck (Westvariante)

Ich habe die Etappen 11 und 12 ein wenig zerstückelt – ich bin am ersten Tag von Notschrei aus bis zum Wiedener Eck gewandert, am zweiten Tag vom Wiedener Eck über den Belchen bis zum Müllheimer Egerten (also schon in Etappe 13 hinein) und am dritten Tag dann über den Hochblauen nach Kandern.

Mein Hotel am Wiedener Eck

Berghotel Wiedener Eck

Berghotel Wiedener Eck

Das Berghotel Wiedener Eck liegt unschlagbar genial auf der Wiedener Höhe. Es bietet eine tolle Aussicht, wirkt außen wie innen sehr gepflegt, und die Zimmer lassen keine Wünsche offen. Trotzdem habe ich mich dort nicht wohlgefühlt. Der Grund dafür war die fehlende Herzlichkeit des Personals – ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sich die Kellnerinnen, die Kellner und überhaupt alle, mit denen ich im Hotel Kontakt hatte, dort nicht wohlfühlen – das hat sich auf meine Stimmung negativ übertragen.
Sie alle haben ihre Arbeit absolut korrekt und freundlich-höflich verrichtet, aber eben ohne mit dem Herzen dabei zu sein. Herzlichkeit und Empathie haben völlig gefehlt, alles ging mechanisch vor sich, wie eine gut geölte Maschine. Und ich mag es überhaupt nicht, wenn ein Kellner im Restaurant mich fragt, ob ich noch etwas zu trinken bestellen möchte, wenn ich noch ein halb volles Glas vor mit stehen habe. Was soll das? Ein empathischer Kellner merkt es, wenn ein Gast noch einen Wunsch hat, und fragt dann nach, wenn es passt.
Dieses Hotel verschenkt meiner Meinung nach im Servicebereich eine Menge Potenzial.

Die Wanderung. Notschrei – Wiedener Eck

Eine relativ kurze Wanderung ohne Besonderheiten, wenn man mal von dem schlechten Wetter absieht. Ich parkte früh morgens auf dem großen Wanderparkplatz am Notschrei. Meine Kamera ließ ich im Wagen, weil es regnete. Die Bilder in der Galerie unten habe ich mit meinem iPhone aufgenommen, bis auf die Fotos vom Wiedener Eck, die einen Tag später entstanden sind.

Titisee – Notschrei

Westweg Etappe 10 | Titisee – Notschrei (Westvariante)

Mein Aufenthalt in Titisee-Neustadt

Auf meinen Aufenthalt am Titisee habe ich mich gefreut. Ich blieb drei Nächte im Hotel Brugger’s Hotelpark am See.

Titisee - Notschrei

Brugger’s Hotelpark am See

Die Zeit wollte ich zur Erholung von den Strapazen der langen Wanderung nutzen und es mir am See richtig gut gehen lassen. Ich hatte ein tolles Zimmer, mit Balkon zum See hin, das Hotelpersonal war freundlich und zuvorkommend, das Frühstück ist absolute Spitze, Parkmöglichkeit ist vorhanden. Trotzdem würde ich dieses Hotel nicht mehr buchen, es ist altmodisch und überteuert.
Den Balkon konnte ich wegen der kalt-nassen Witterung überhaupt nicht nutzen, schade.
Das Restaurant im Hotel hab ich links liegen lassen, zu teuer und zu abgehoben… in Titisee-Neustadt gibt es ein riesiges Angebot an Restaurants für jeden Geschmack. Ich informierte mich bei TripAdvisor. Dort wird das italienische Ristorante Mona Lisa
in der Seestraße empfohlen. Also nichts wie hin, zur Mona Lisa. Ein Volltreffer! Diese Pizzeria kann ich empfehlen, das Essen ist preiswert und schmeckt wunderbar, das Ambiente passt, und man wird freundlich und kompetent bedient. Es gibt eine schöne Terrasse, die wegen des schlechten Wetters aber geschlossen war. Ich speiste während meines gesamten Aufenthaltes im Mona Lisa.



Die Wanderung. Titisee – Notschrei

Die Königsetappe!
Am 27. Juli, vor Sonnenaufgang brach ich auf, am Kurhaus in Titisee-Neustadt, in strömendem Regen. Der Westweg teilt sich hier in eine Ost- und eine Westvariante. Ich wählte die Westvariante, weil sie über die höchsten Erhebungen wie den Feldberg, den Belchen und den Blauen führt.
Die Fotoausrüstung ließ ich wegen des starken Regens an diesem Morgen im Wagen, eine gute Entscheidung, das Wetter besserte sich den ganzen Tag über nicht. Über den Feldberg wanderte ich in so dichtem Nebel, dass ich noch nicht mal den Feldbergturm sah, obwohl ich, wie sich später herausstellte, keine fünfzig Meter weit daran vorbeiwanderte. Ich war froh, die Wegweiser und damit den Weg zu finden… keine Menschenseele traf ich da oben an diesem Morgen.
Ursprünglich hatte ich geplant, die Etappe zu teilen, um mehr Zeit auf dem Feldberg verbringen zu können. Nun entschloss ich mich, die gesamte Etappe bis Notschrei zu wandern, um dann am nächsten Tag, bei hoffentlich besserem Wetter, noch mal Zeit auf dem Feldberg verbringen zu können.
Ein Vorhaben, das ich so auch verwirklichen konnte, darüber werde ich nochmal gesondert berichten.
Die unten angefügten Fotos von dieser Wanderung habe ich mit meinem Smartphone aufgenommen.

Westweg Etappe 10 |Titisee – Notschrei

Länge: 25,4 Kilometer
Gehzeit: 8,5 Stunden
Aufstieg: 898 Meter
Abstieg: 633 Meter
Charakter: Auf den Höchsten!

Titisee - Notschrei

Westweg – Wegweiser

Titisee - Notschrei

Aufstieg zum Feldberggipfel

Titisee - Notschrei

Auf dem Feldberg

Titisee - Notschrei

Weg, verwurzelt

Titisee - Notschrei

St. Wilhelmer Hütte

Kalte Herberge – Titisee

Westweg Etappe 9 | Kalte Herberge – Titisee

Mein Hotel an der Donauquelle

Das Höhengasthaus Kolmenhof bei Furtwangen an der Donauquelle war für mich eins der schönsten Hotels während meiner dreiwöchigen Westweg-Wanderung. Die Lage mitten in der Natur ist genial, ich hatte ein schönes Zimmer, und das Abendessen im schön eingerichteten Gastraum habe ich sehr genossen.
Als ich der Wirtin von meiner Absicht, am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang aufzubrechen, bereitete sie mir spontan ein Lunchpaket zum Mitnehmen vor und erklärte mir hinter der Theke die Funktion der Kaffeemaschine – damit ich nicht auf einen Morgenkaffee verzichten musste. Ich war tief beeindruckt von so viel Entgegenkommen und Herzlichkeit.
An den Ostertagen dieses Jahres werde ich wieder ein paar schöne Tage dort verbringen.


Die Wanderung, Kalte Herberge – Titisee

Vom Kolmenhof startete ich sehr früh am Morgen Richtung Neueck, um von dort aus meine Westwegwanderung fortzusetzen.

Piuskapelle

Eine stille Idylle


Unterwegs konnte ich ein paar stimmungsvolle Bilder von der Piuskapelle aufnehmen, just bevor die Sonne sich zeigte.
Die Etappe bis zum Titisee bin ich in 2 Tagen gelaufen. Vierzehn Kilometer lang geht man in über eintausend Metern Höhe, bevor der Weg ab der Weißtannenhöhe absteigt zum Titisee. Am ersten Tag bis zum Gasthaus Thurner, am zweiten bis zum Kurhaus in Titisee. An beiden Tagen hatte ich herrliches Wetter, es gab wundervolle Aussichten, und ich konnte ein paar schöne Landschaftsfotos aufnehmen.
Vor dem Gasthaus Thurner gibt es eine Bushaltestelle, von der aus mich der Badenbus zurück zum Neueck brachte. Der Busfahrer hätte fahrplangemäß am Neueck nicht gehalten, war aber so freundlich, an der Ampel aussteigen zu lassen, sonst hätte ich von der planmäßigen Haltestelle ein gutes Stück zurücklaufen müssen. Danke!

Westweg Etappe 9 |Kalte Herberge – Titisee

Kalte Herberge - Titisee

Höhenprofil Etappe 9

Länge: 20 Kilometer
Gehzeit: 6 Stunden
Aufstieg: 441 Meter
Abstieg: 609 Meter
Charakter: voller Freude dem Titisee entgegen!

Wilhelmshöhe – Kalte Herberge

Westweg Etappe 8 | Wilhelmshöhe – Kalte Herberge

Mein Hotel in Oberprechtal

In dem Örtchen Oberprechtal wohnte ich wunderschön in der Café-Pension Endehof. Als ich am späten Nachmittag dort eintraf, saßen eine Menge Biker und andere Ausflügler auf der Terrasse, man kann dort sehr gemütlich Kaffee und Kuchen genießen.
Ich fragte die Wirtin nach einer Möglichkeit, zu Abend zu essen. Sie bot mir an, im Café zu essen, ihr Mann würde ein 3-Gänge-Menü für die Hausgäste zubereiten, ich könne mich gern dazugesellen. Dieses Angebot nahm ich dankbar an, die Etappe 7 hatte mich müde gemacht, ich war froh darüber, nicht noch auf die Suche nach einem Restaurant gehen zu müssen.
Das Abendessen war hervorragend, die Atmosphäre freundlich, ich fühlte mich rundum wohl. Eine feine Unterkunft, die ich gerne empfehle.

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Kurz vor dem Neueck

Die Wanderung, Wilhelmshöhe – Kalte Herberge

Zeitig am Morgen stellte ich den Wagen auf dem großzügigen Parkplatz der Wilhelmshöhe

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Portal Wilhelmshöhe

ab. Bei Sonnenaufgang kam ich an einem abgelegenen Bauerhof vorbei und konnte ein paar stimmungsvolle Fotos aufnehmen.
Der westweg führte mich weiter zum Naturschutzgebiet Blindensee, das man über einen Bohlensteg passiert, eine typische, ursprüngliche Hochmoorlandschaft.
Im weiteren Verlauf führt der Westweg über die Europäische Wasserscheide zwischen Donau und Rhein. Ich wanderte an dem schön gelegenen Gasthof Kolmenhof an der Donauquelle vorbei, der an diesem Abend mein Quartier sein sollte.

Günterfelsen

Lange aufgehalten habe ich bei dem Naturwunder

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Günterfelsen

Günterfelsen. Mächtige Steinhaufen aus tonnenschweren Granitblöcken liegen beeindruckend mitten im Wald und bilden eine wilde Landschaft. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse hatte ich einige Mühe damit, das Wunder fotografisch festzuhalten.
Entstanden sind die Felsblöcke durch Wollsackverwitterung.

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Brendturm

Eine schöne Aussicht bietet der Gipfel des Brend mit seinem Brendturm, einem Aussichtsturm.
Ich gönnte mir auf der schön gelegenen Terrasse des Berggasthauses ein Mittagessen mit Aussicht. Die Beschilderung des Westweges ist hier ein wenig missverständlich, ich traf mehrere Wanderer, die nicht weiter wussten – ich hab den Kellner des Gasthofes nach dem Weg gefragt.
Ich ging diese Etappe an diesem Tag bis zum Neueck, weil es am Etappenziel, der Kalten Herberge, laut meinem Wanderführer keine Bushaltestelle gab. Außerdem musste ich ja von der Bushaltestelle in Schonach aus nochmal 3 Kilometer bis zu meinem Parkplatz auf der Wilhelmshöhe laufen.

Westweg Etappe 8 |Wilhelmshöhe – Kalte Herberge

Höhenprofil

Höhenprofil Etappe 8


Länge: 22 Kilometer
Gehzeit: 6 Stunden
Aufstieg: 599 Meter
Abstieg: 551 Meter
Charakter: Über den Kamm!

Bitte auf die Bilder klicken, um sie in voller Größe zu betrachten!

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

In der Frühe unterwegs

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Zum Blindensee

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Blindensee

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Hof

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Günterfelsen

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Günterfelsen

Wilhelmshöhe - Kalte Herberge

Richtung Neueck

Hausach – Wilhelmshöhe

Westweg Etappe 7 | Hausach – Wilhelmshöhe

Mein Hotel in Hausach

In Hausach wohnte ich im Gasthaus zur Blume, das unweit vom Bahnhof direkt am Westweg liegt. Die Wirtin hat eine sehr herzliche Art, ich verstand mich sofort mit ihr. Das Hotel macht dem Gast Freude, alles wirkt freundlich und hell, und das Essen im hoteleigenen Restaurant ist preiswert und gut.

Morgengrauen in Hausach

Ich blieb vom 18. bis zum 20. Juli in Hausach. Den 19. Juli verbrachte ich damit, mir Triberg und die Triberger Wasserfälle anzusehen. Darüber werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben.
Am 20. Juli brach ich vor Sonnenaufgang auf zu der langen und anstrengenden Etappe 7 des Westweges, bestens versorgt mit einem Lunchpaket des Gasthauses zu Blume.

Die Wanderung, Hausach – Wilhelmshöhe

Mit meiner Ankunft im Kinzigtal hatte ich die Hälfte des Westweges geschafft. Auf zur zweiten Hälfte!

Kinzigtaltor

Kinzigtaltor

Die Etappe von Hausach nach der Wilhelmshöhe gilt als eine der schwierigsten und anstrengsten des Westweges. Fast 1300 m Anstieg sind zu bewältigen…
Im Morgengrauen wanderte ich fröhlich durch den Ortskern von Hausach bis zum Kinzigtaltor. Nach der Passage des Tores beginnt der 4.5 Kilometer lange und steile Anstieg zum Farrenkopf, mit 550 Höhenmetern hat dieser Anstieg schon fast alpinen Charakter. Ich ging ein Stück zusammen mit einer jungen Frau. Auf meine Frage, ob sie auch auf dem Westweg unterwegs sei, antwortete sie: „Ja, jeden Tag. Ich wohne hier.“

Hausach - Wilhelmshöhe

Hasemannhütte

Für die Strapazen des Anstiegs wird man bei der Ankunft auf der Hasemannhütte mit einer grandiosen Aussicht auf  einem idealen Platz zum Ausruhen belohnt. Ich legte eine ausgiebige Pause ein und genoss dankbar einen Teil des Lunchpaketes des Hotels zur Blume.
Anschließend gab es noch zwei lange und supersteile Anstiege zu schaffen, der zu den Prechtaler Schanzen und schließlich zum Karlstein. Danach bleibt der Weg auf den Rücken zwischen Elz- und Gutachtal und führt auf den letzten sieben Kilometern in sanfterem Auf und Ab zum Portal Wilhelmshöhe.

Hausach - Wilhelmshöhe

Portal Wilhelmshöhe

Den ganzen langen, einsamen Weg über hatte ich gehofft, auf der Wilhelmshöhe eine Bushaltestelle vorzufinden. Ich fand tatsächlich eine, sie war kaum zu übersehen – wird aber nur am Wochenende bedient….
Die nächste Haltestelle fand ich in der Triberger Straße in Schonach.  Das bedeutete nochmal 3,5 Kilometer zu Fuß, wenn auch nur bergab. Es erwies sich nun als Vorteil, dass ich so früh am Morgen aufgebrochen war, so braquchte ich mir keine Sorgen zu machen, was die Busverbindungen anging.

Westweg Etappe 7 | Hausach – Wilhelmshöhe

Höhenprofil

Höhenprofil

Länge: 20,6 Kilometer
Gehzeit: 6 Stunden
Aufstieg: 1292 Meter
Abstieg: 562 Meter
Charakteristik: Schweißtreibend!

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Idylle

Hausach - Wilhelmshöhe

Blick ins Kinzigtal

Hausach - Wilhelmshöhe

Talblick

Hausach - Wilhelmshöhe

Ehrenkreuz über Hausach

Hausach - Wilhelmshöhe

Auf dem Karlstein

Hausach - Wilhelmshöhe

Der Karlstein

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