post Category: Uncategorized post Comments (0) postJuly 15, 2010

14. juli 2010, steile wanderungen, ankunft in canyonlands

Dank dem hervorragenden digitalen Reiseführer von Angelika Czepan finde ich mein heutiges Ziel, die Adobe Badlands, Adobe Badlands Vauf Anhieb. Nach dem Auschecken fahre ich erstmal einen Supermarkt an, ich muss mir einen Wasservorrat anschaffen, wenn ich auf Wanderungen gehen will. Wie gut, dass sich direkt auf dem Gelänse des Marktes auch noch ne Tanke findet…
Solchermaßen ausgerüstet, fahre ich den Highway 50 nach Norden, bis ich ein Hinweisschild zum Devil’s Thumb Golf Club entdecke, hier biege ich nach rechts ab auf die 1565 road, dann direkt links auf die 1575 road. Die Straße führt durch ein Wohngebiet zum Flughafen hin. Kurz vor diesem biege ich wieder scharf links ab, kommen dann am Golf Course vorbei, und fahre bis zu einem Wasserreservoir. Dort findet sich ein kleiner Parkplatz,Me, hiking the Devil's Thumb von dem man querfeldein zum Devil’s Thumb wandern kann, der Hauptattraktion der Badlands.
Ich bin jetzt mittendrin in den Badlands, die mit ihren von vielen tiefen Washes zerfurchten Abhängen an eine Mondlandschaft erinnern. Es ist sehr warm, ich packe ein paar Flaschen Wasser ein und mache mich mit Fototasche und Stativ bewaffnet auf den Weg. Die erste Meile bis zur Basis des Hügels, auf dem der Devils Thumb liegt, ist ein leichter Spaziergang, dann jedoch geht es steil bergauf. die Mühe lohnt sich, oben angekommen, kann ich des Teufels Daumen in seiner Ganzen Pracht bewundern. Kerzengrade ragt er hervor, ein gewaltiger Monolith.
Der Aufstieg war strapaziös, Devil's Thumb immerhin habe ich 25 Kilo Fotoausrüstung den Hügel hinauf geschleppt. Also erstmal ruhen und Wasser trinken, dann ein paar Fotos aufnehmen. Der Daumen erweist sich als sehr fotogen. Angelika Czepan hat sehr schöne Fotos in ihrem Reiseführer, die den Monolithen von oben zeigen, von der Hochfläche der Petri Mesa aus aufgenommen. Sie beschreibt auch einen Jeeptrail, der auf die Mesa führt, und von dessen Endpunkt man dann noch 1,75 Meilen zu laufen hat.
Ich überlege, ob ich nicht einfach den steilen Hang direkt vor mir hinaufklettern soll, dann stünde ich praktisch auf der Petri Mesa über dem Devil’s Thumb. Frau Czepan schließt diesen Weg in ihrer Beschreibung aus, er sei zu steil und damit gefährlich. Ich sehe eine Reifenspur von einem Motorrad, die just diesen Hang hinaufführt, und beschließe, der Spur nach oben zu folgen. Es funktioniert, ich rutsche zwar immer wieder ab in dem losen Material, aber ich komme nach oben. Adobe Badlands IIOhne meine grobstolligen Wanderschuhe hätte ich hier allerdings keine Chance…. Der Aufstieg ist sehr steil und überaus anstengend, und ich muss immer wieder mein Stativ als Stütze missbrauchen, dafür werde ich, oben angekommen, mit einem wunderbaren Blick auf den Monolithen und die ihn umgebenden Felsformationen belohnt.

Der Rückweg gestaltet sich leichter als ich befürchtet habe, ich komme den steilen Hang gut herunter und erreiche nach 4 Stunden Wanderung schließlich wieder meinen Wagen. Die ganze Zeit über bin ich keiner Menschenseele begegnet, und Gott sei Dank auch keiner Klapperschlange oder sonstigem teuflischem Getier.Adobe Badlands III

Ich fahre noch ein wenig tiefer in die Badlands hinein. Die Straße ist nicht mehr asphaltiert und wird zunehmend schwieriger. Es gibt nichts Besonderes mehr zu sehen, ich beschließe, Richtung Moab aufzubrechen.

Der Hwy 50 führt mich nach Grand Junction, wo ich bei Wendy’s einen hervorragenden Spicy Chicken Ceasar Salad frühstücke. Angesichts der Frische und dem Geschmack dieses Salats frage ich mich, wie die McDonalds-Konkurrenz direkt nebenan überhaupt bestehen kann.

In Grand Junction vereint sich der Hwy 50 mit dem Interstate Highway 70, Interstate Hwy 70 Utah der mich über die Grenze nach Utah bringt. Das Land wird jetzt zunehmend karger. Die ersten Tafelberge tauchen auf.
An der Crescent Junction biege ich auf den Hwy 191 ab, der mich nach Süden direkt nach Moab führt.
Die Landschaft wird immer exotischer gewaltige rote Mesas türmen sich rechts und links der Straße auf.
Um 17:30 Mountain Standart Time erreiche ich die Stadt Moab. Es ist 34° Celsius warm, die Luftfeuchtigkeit beträgt 28%. Ich bin angekommen.
The adventure begins.

Gefahren: 162 Meilen
Benzin: 47,71 $
Hotel: 79,60 $
Essen: 35,00 $

Adobe Badlands

Me and the Devil's Thumb

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