post Category: Uncategorized post Comments (3) postJuly 19, 2010

17. juli 2010, extrem kurze nacht, extrem langer tag

Um 3:45 Uhr weckt mein Telefon mich auf. Ich möchte den Sonnenaufgang mesa arch sunrise IIam Mesa Arch erleben, einem Steinbogen im Canyonlands National Park. Da überall zu lesen steht, dass es da stets morgens vor Sonnenaufgang nur so wimmelt vor Fotografen und Stativen, möchte ich so früh wie möglich dort sein, denn wer zu spät kommt, kann sein Stativ in der 3. Reihe aufbauen und hat den Weg umsonst gemacht. Die Sonne geht um 6:08 auf, und ich hab noch ca. 50 Meilen zu fahren bis zum Arch und noch einen Trail zu Fuß zurück zu legen. Also raus aus den Federn, duschen, rasieren, eine Dose Red Bull frühstücken… um 4:25 Uhr bin ich draußen auf dem Highway191. Jetzt bloß aufpassen, den Abzweig zur 313 nicht verpassen – geschafft.
Als ich zwanzig mesa arch sunrise Minuten vor Sonnenaufgang an dem Trailhead zum Mesa Arch ankomme, steht nur ein einziger Wagen dort, um zuviel Gedränge da oben brauche ich mich also nicht zu sorgen. Mit Hilfe meiner Taschenlampe laufe dich noch ca. eine halbe Meile bis zu dem berühmten Bogen. Es ist wirklich nur ein einsamer Fotograf bereits da, er hat auch sein Stativ mit Kamera bereits eingerichtet. Leider ist er recht wortkarg, außer einem “Good Morning” kommt kein Wort über seine Lippern. Ich mache meine Einstellungen, wir warten schweigend nebeneinander auf den Sunrise.
Der Mesa Arch ist auch zu anderen Tageszeiten unbedingt sehenswert. Er steht am Rande eines riesigen Canyons, direkt hinter dem Arch gähnt der Abgrund, und man hat durch den Bogen hindurch einen wunderbaren Blick in den Canyon. Wenn die Sonne aufgeht, fängt der untere Rand des Arches förmlich an zu glühen, was mit dem Canyon und der Sonne im Hintergrund natürlich ein weltklasse Motiv ergibt. Als es dann los geht mit der Glut, vergesse ich fast zu fotografieren, so genial ist die Szenerie.arches national park road II Der Mesa Arch hat einen Platz in meiner Hitliste der weltbesten Sonnenaufgänge sicher. Was man als Frühaufsteher doch für Privilegien genießt!
Inzwischen hat sich der Platz ein bisschen belebt, allerdings bleiben mein stummer Kollege und ich die einzigen beiden, die sich die Mühe gemacht haben, ein Stativ mit hier hoch zu schleppen.
Seltsamerweise haben es alle furchtbar eilig damit, diesen wunderschönen Ort wieder zu verlassen. Ich bin ziemlich plötzlich ganz allein hier oben, obwohl die Glut in dem Arch immer noch anhält. Schließlich packe auch ich meinen Kram und mache mich wieder Richtung Moab auf, es ist schon 8 Uhr, als ich im Arches National Park ankomme, ich will noch ein paar Fotos vom Double Arch schießen, bevor ich Moab verlasse.

Der Name Moab leitet sich vermutlich von der biblischen Landschaft Moab ab, wird aber arches national park road auch scherzhaft als Akronym für Mormons, Ores, Artists und Bicycles gedeutet, womit die Aktivitäten des Umlandes der Stadt von der Vergangenheit bis in die Gegenwart beschrieben werden: Gegründet wurde Moab von den Mormonen, anschließend wurden dort in Minen Uranerze (Ore = Erz) abgebaut. Es folgten einige Filme, die im Umland von Moab gedreht wurden (z. B. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug oder Thelma & Louise). Aktuell ist Moab ein sehr beliebtes Touristenziel mit vielen Mountainbike-Strecken und anderen Möglichkeiten, Outdoor-Aktivitäten zu betreiben. Weitere mögliche Aktivitäten sind spektakuläre Hummer-Rundfahrten, Wildwasser-Rafting, geführte Motocross- und Quad-Touren.

double archDie Fotos vom Double Arch sind im Kasten, ich fahre zum Silver Sage Inn, packe meinen Kram ins Auto und gehe zum Abschied nochmal zu Denny’s frühstücken.

Mein Ziel ist nochmal der Island in the Sky District des Canyonlands National Parks. Er hat ja noch mehr zu bieten als den Mesa Arch. Ich schaue mir den legendären Shafer Trail an, verzichte jedoch aus Zeitgründen darauf, hinunter zu fahren, ich hab ja noch 140 Meilen Fahrt bis zum meinem Motel in Cainville vor mir….
Ich halte am Buck Canyon Overlook (1902 m hoch), am Grand View Point Overlook (1853 m) und am Green River Overlook (1829 m), der mir am besten gefällt. Hier mache ich auch die meisten Bilder.
Es macht Spaß, durch den Park zu cruisen die Straße windet sich in unzähligen Kurven durch die hochgelegene Landschaft. Die Zeit vergeht schnell.

Ich fahre die 313 bis zum Hwy 191, der mich auf die Interstate 70 bringt, die ich island in the sky roadkurz nach Green River wieder verlasse. Von dort bringt mich der landschaftlich sensationelle Highway 24 über Hanksville (3 Tankstellen, 2 Restaurants, kein Supermarkt) nach Cainville (keine Tankstelle, kein Restaurant, kein Supermarkt).
Barbie, die Hotelmanagerin des Rodeway Inn in Cainville, empfängt mich freundlich und weist mir ein Zimmer mit zwei Doppelbetten, Bad, Abstellkammer für die Koffer, Kaffeemaschine, Microwelle, Klimaanlage und Kühlschrank zu. Wahrlich ein Schnäppchen für 60 Euro, inkl. Frühstück, pro Nacht.
Aber auch ganze 17 Meilen vom nächsten Restaurant (Hanksville) entfernt.

Gefahren: 314,40 Meilen
Hotel: 60 €
Essen: 17$

islands in the sky

shafer trail II

green river

Horaayy..there are 3 comment(s) for me so far ;)

#1

Hallo Wolfgang. Danke für den tollen Reisebericht und die bemerkenswerten Fotos. Deine Seite ist die weitaus Schönste und vor allem aktuellste zum Thema USA, die man im Netz derzeit findet. Kompliment und weiterhin gute Reise.
Klaus

Klaus wrote on July 19, 2010 - 12:54 pm
#2

Hallo Klaus,

recht schönen Dank für Deine Komplimente, ich freue mich sehr darüber.
Jeden Abend noch zu bloggen nach der Tour, fällt nicht immer leicht, ich mache mir ne Menge Arbeit damit und kann ein wenig Anerkennung gut gebrauche…

Danke nochmal!

admin wrote on July 20, 2010 - 7:23 am
#3

Elena ROCKS :D

-Best Regards
Alberta
http://insurance-bonds.info

mungo insurance agency wrote on December 14, 2010 - 1:14 pm
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