Eine Bootsfahrt auf dem Tonle Sap See in Kambodscha

Im Januar 2018 habe ich mit einer Reisegruppe eine Schiffsfahrt über den Tonle Sap See unternehmen dürfen. Ein eindrucksvolles Erlebnis. Viele Menschen leben auf dem See in schwimmenden Häusern. Es gibt schwimmende Geschäfte für den täglichen Einkauf. Der Tonle Sap See in Kambodscha ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde.

Bitte die Bilder anklicken, um sie in voller Größe betrachten zu können!

Von Norden wird der See durch mehrere Zuflüsse gespeist. Im Süden ist der See mit dem Tonle-Sap-Fluss verbunden, welcher im jahreszeitlichen Wechsel jeweils den Zu- oder Ablauf bildet und weiter südlich in Phnom Penh in den Mekong mündet.

Jedes Jahr im Juni ist dort ein weltweit einzigartiges Naturphänomen zu beobachten. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya bis zu viermal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Da Kambodscha ein großteils sehr flaches und ebenes Land ist, drängt das Wasser des Mekong in den Tonle-Sap-Fluss, dieser wechselt daraufhin seine Fließrichtung. An dessen Ende füllen die Wassermassen nun das Becken des Sees. Während der trockenen Jahreszeit weist er eine Oberfläche von 2.600–3.000 km² auf, bis er auf zirca 10.400 km² (inkl. umliegende Flusslandschaften: bis zu 25.000 km²) anwächst und bis zu fünfmal so tief ist (von 2–3 m auf 14 m). Der Höhepunkt der Überflutung wird im September erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp ein Drittel der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt.
Text: Wikipedia