Wolfgang Staudt Fotografie

Fotografie und Kultur

Schlagwort: Urlaub (Seite 1 von 2)

Hopfensee und Saeuling

Hopfensee und Saeuling

Saeuling

Majestaetisch erhebt sich der Saeuling ueber dem Hopfensee

Fischerboot

Fischerboot

Fischerboot

Einsames Fischerboot auf dem Hopfensee

Seenlandschaft | Hopfensee

Hopfensee

Hopfensee

Fruehmorgens am Hopfensee, Allgaeu

Valle Gran Rey, La Gomera Bilder

Valle Gran Rey Dunkle Wolken

La_Gomera Helden Statue

La_Gomera in Dunkle Wolkendecke verhüllt

Selfie

Canyonlands National Park, Utah
Canyonlands National Park, 15.07.2010 6:43 a.m. Mehr über meine Reise in den Südwesten der USA.

Südtirol: ein Reisebericht

19. juli 2011 ein weg mit aussichten

Das Wetter ist nicht der Reißer heute Morgen – die Gipfel rundum stehen im Wolkendunst.
In einem Prospekt, den mit die freundliche Rezeptionistin des Aurora gestern samt Stadtplan überreicht hat, habe ich vom Tappeinerweg
gelesen, einer etwa 6 Kilometer langen Promenade, die am Hang des Küchelbergs etwa 100 m über dem Meraner Talkessel verläuft und naturgemäß herrliche Ausblicke auf die Stadt bietet.
Gegen 8:30 Uhr, nach dem Frühstück, laufe ich los.
Wer jemals in Italien war, weiß, dass das Frühstück made in Italia keine Abschweifung wert ist – ich möchte es trotzdem kurz erwähnen. Als Besonderheit gilt es schon, schwarzen Kaffee zu bestellen. Italiener trinken morgens Cappuchino oder Latte. Ich bin der erste Gast im Frühstücksraum heute Morgen, und die Serviererin redet mich zu meinem Erstaunen in italienischer Sprache an. Nun gut, meine Sprachkenntnisse reichen aus, einen Kaffee ohne Milch zu bestellen… umso verblüffter bin ich, als diesselbe Serviererin mit dem nächsten Gast in akzentfreiem Deutsch parliert. Sie hat mich für einen Italiener gehalten – dass wird mir heute noch mehrmals passieren.
Zurück zum Frühstück: das kann man in Italien nicht.
Mit Frühstück meinen die Italiener ein Croissant, das man zeitungslesend in den schon erwähnten Latte tunkt. Sonst nichts. Das Buffet im Hotel ist zwar sehr umfangreich, aber eben lieblos hergerichtet. Zugegeben, ich bin ein Frühstücksfan, ich liebe es, warme Speisen zu frühstücken, Bratkartoffeln, Rühr- oder Spiegelei, gebratenen Speck, Würstchen mit Senf… Das einzig warme jedoch, das dieses Buffet bietet, sind hartgekochte Eier. Das Brot ist knochentrocken und entbehrt jeden Geschmack, auch eine typisch italienische Un-Art. Ich labe mich an den frischen Früchten, die es sowohl einzeln als auch in Form einer Schüssel mit Obstsalat gibt.
Danach laufe ich also los, zunächst über die Kurpromenade,
an der ja auch das Aurora liegt. Ich komme am Kurhaus vorbei, das auf jeden Fall ein Foto wert ist. Überall auf der Promenade kommt man an Inseln mit blühenden Pflanzen vorbei, so wunderschön arrangiert und so herrlich duftend, wie ich es in Deutschland noch nie erleben durfte. Ein Lob der Stadtgärtnerei und dem milden Klima Merans.
Ich passiere das Kurhaus und laufe nach links zur Pfarreikirche St. Nikolaus hinauf. Vom Pfarrplatz aus erreiche ich über eine steile Treppe mein Ziel, den Tappeinerweg. Hat man den Weg erst erstiegen, hat die Anstrengung auch schon ein Ende – der Weg verläuft fast völlig eben bis zum Stadtteil Gratsch. An seinem Ende gebt es eine Bushaltestelle, wer will, kann also von hier aus mit dem Bus zum Stadtzentrum zurückkehren.
Ich bin den Weg zweimal gelaufen, hin und zurück, denn es ist ein einmalig schöner Weg.
Nicht nur für die in der Tat sagenhaften Aussichten auf Meran kann man sich begeistern, sondern auch für die exotische, zum Teil betörend duftende Pflanzenwelt, die der Weg aufbietet.

An Nadelbäumen sind vor allem Pinie und Himalajazeder häufig gepflanzt; an Laubbäumen und -sträuchern sind Korkeiche, Ölbaum, Europäischer Zürgelbaum, Westlicher Erdbeerbaum, Eukalyptus, Bambusarten und Magnolien zu nennen. Einen süßen Duft – wie der Name schon verspricht – verströmen die Blüten der Süßen Duftblüte (Osmanthus fragrans). Auch Chinesische Hanfpalmen, Agaven, Aloen und Opuntien sind gepflanzt, daneben viele kleinere Blütenpflanzen und Bodendecker.
Die Gemeinde Meran führt einen Baumkataster, in dem auch ein großer Teil der entlang des Tappeinerwegs anzutreffenden größeren Bäume und Sträucher aufgeführt sind. Dieser Baumkataster ist im Internet aufrufbar. Eine Statistik in diesem Kataster führt über
400 Baum- und Strauchexemplare auf. Diese sind entlang des Tappeinerweges mit einem nummerierten Schild beschriftet, so dass der Tappeinerweg auch als ein botanischer Lehrpfad benutzt werden kann.
(Wikipedia)
Auf dem Rückweg laufe ich noch ein Stück der Gilfpromenade, die sich am Zenoberg nahtlos an den Tappeinerweg anschließt. Ich komme zur Gilfklamm, einer engen Felsenschlucht, durch die sich der Wildbach Passer mit gewaltig schäumendem Getöse zwängt.
Über die Winterpromenade an der Passer entlang erreiche ich am Ende wieder meinen Ausgangspunkt, die Kurpromenade. Und Massen von Menschen, die in und vor den zahlreichen Cafés und Restaurants den Tag genießen.
Eine lebendige Stadt, meine Urlaubsheimat.

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